199-mal wurden die Brandschützer aus Ortsteilen zu Hilfe geholt

Neuer Rekord bei den Einsatzstunden der Bad Arolser Feuerwehren 

Als Feuerwehrleute in Großgemeinde Bad Arolsen Jahrzehnte lang aktiv. Von links: Mario Heinemann, Markus Neumeier, Dennis Kastenhuber, Gordon Kalhöfer, Petra Schmale, Christian Engelbracht, Manfred Scheele, Karl-Friedrich Bracht, Ralf Sänger, Karl-Heinz Meyer (Stadtbrandinspektor) und vom Kreisfeuerwehr verband Uwe Wilke. Foto: Armin Haß

 Wetterburg – In 311 Einsätzen und weiteren Tätigkeiten ist es der Feuerwehr Bad Arolsen gelungen, 16 Menschenleben zu retten, wie Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Meyer bei der Generalversammlung der zwölf Stadtteilwehren in Wetterburg berichtete.

Zudem sei ein Kreisjugendzeltlager der Superlative mit 1250 Kindern und 300 Betreuern ausgerichtet worden, lobte Meyer. 199-mal wurden die Feuerwehrleute zur Hilfe gerufen. Bei den 46 Bränden war der Großbrand im Sägewerk in Mengeringhausen der am am meisten herausfordernde Einsatz.

Einsätze nach Unwettern

Daneben mussten die Feuerwehrleute zu 37 Sturm- und Unwettereinsätzen, vier Unfällen, 20-mal zur Tierrettung, zweimal zur Wasserrettung ausrücken, für alle Einsätze waren die Brandschützer über 6700 Stunden unterwegs. Alle Tätigkeiten, Ausbildungen, Übungsabende, Wettkämpfe oder die Jugend- und die Kinderarbeiten eingerechnet, kamen die Feuerwehren auf den Rekord von 20500 Stunden.

Der Bedarfs- und Entwicklungsplan mit einem millionenschweren Investitionsprogramm wird im Mai verabschiedet. Unter den bemängelten Feuerwehrhäusern ist das in Schmillinghausen bekanntlich mit einem Aufwand von 900 000 Euro schon jetzt oben auf der Liste.

Nachbesserungen bei Digitalfunk

Meyer mahnte eine intensivere Beteiligung an Lehrgängen an. So fehlen noch Atemschutzgeräteträger mit entsprechenden Vorsorgeuntersuchungen, wie sein Stellvertreter Sven Eichweber feststellte. Neue Fahrzeuge wurden und werden noch angeschafft. Der detaillierte Bericht des hauptamtlichen Geräte Harald Butter, verlesen von dem stellvertretenden Stadtbrandinspektor Michael Seebold, spiegelt Beschaffungsmaßnahmen, amtliche Prüfungen und Reparaturen wider.

Beim Ausbau des Digitalfunknetz sind noch Nachbesserungen zwischen Bühle und Mengeringhausen erforderlich, wie Sven Cordes berichtete. In Übungen haben sich die Angehörigen des Katastrophenschutzzuges Bad Arolsen fit gehalten, so Michael Pesta.

Starke Kinderfeuerwehr

Spiele und kleine Ausbildungseinheiten gehören schon bei den derzeit fünf Kindergruppenmit 44 Jungen und 32 Mädchen zum Programm, so Sprecherin Cindy Galgon-Weiß, die zusammen mit Heike Jakob die Betreuung koordiniert. 14 Kinder wechselten zur Jugendabteilung.

Am 25. Mai findet in Rhoden der Kreiskinderfeuerwehrtag statt. Am 15. Juni kommen alle Gruppen aus Bad Arolsen in Landau zusammen.

Über eine wieder steigende Zahl von Jugendlichen freut sich Jugendwart Jan Schulze. Derzeit sind in den Jugendgruppen 61 Jungen und 52 Mädchen aktiv. Aktionen in Wetterburg, die Gründung einer Feuerwehr-AG oder die Projektwoche an der Christian-Rauch-Schule nannte er als Beispiele für Werbeaktivitäten.

Ausbildung im Spielmannszug

Gut 160 Kameraden gehören der Alters- und Ehrenabteilung an, wie ihr Sprecher Gerhard Nies berichtete. Ein Höhepunkt ist das jährliche Treffen, am 13. Juli kommen die Senioren in Schmillinghausen zusammen.

31 Spielleute sind in der Spielgemeinschaft Bad Arolsen-Höringhausen aktiv, wie der Stabführer des Spielmannszuges, Christian Engelbracht berichtet. 47 Auftritte und 42 Übungsabende verzeichnete er. Vier Kinder und zwei Jugendliche werden an Querflöten beziehungsweise an der Trommel ausgebildet. 

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