Büchereiverein eröffnet Christine-Brückner-Bücherei im Bürgerhaus am 22. Februar 


Neuer Treff für Bücherfreunde

Bad Arolsen - Lesen, anschauen, 
zuhören – die neue 
Stadtbücherei im Bürgerhaus Bad Arolsen will 
mit ihren 8000 Medien 
ein besonderes Erlebnis von Literatur vermitteln. Am 22. Februar ist 
offizielle Eröffnung.

Unter dem Namen der aus Schmillinghausen stammenden Schriftstellerin Christine Brückner wird die Bücherei in einem städtischen Gebäude von einem ehrenamtlichen Kreis von Bücherfreunden betreut. Ermöglicht wurde das Projekt durch die energetische Sanierung des Bürgerhauses für rund eine Million Euro. Darin enthalten war die Schaffung einer neuen, größeren 
Bibliothek, die auch für Menschen mit Gehbehinderungen gut zu erreichen ist. Mehr Leser locken „Schon jetzt kommen Menschen zu uns und fragen nach einem Buch, obwohl momentan noch keine Ausleihe möglich ist“, berichtet Eva Gröll-Wachenfeld vom Förderverein Christine-Brückner-Bücherei. Für die Attraktivität der mitten im Stadtzentrum gelegenen Bibliothek sprechen auch die vielen Besucher, die bisher nicht zur Ausleihe kamen. „Wir wollen die Zahl der Ausleihen und der Stammleser mit unserem neuen Angebot erhöhen“, sagt die Vereinssprecherin. 8000 Bücher, DVDs und Audio-Bücher bietet die Stadtbücherei an. Dafür muss der Bücherfreund künftig nur eine 
Chipkarte für fünf Euro erwerben, deren Daten in der büchereieigenen EDV-Anlage eingelesen werden. Die Büchereibetreiber bieten den Auslei-hern ein Stück mehr Flexibilität mit einem Rückgabekasten am Eingang, in dem unabhängig von Öffnungszeiten Medien eingelegt werden können, ohne dass sie beim Einwurf beschädigt werden. Bücherei-Café Das Gros der Medien bilden freilich die Bücher: Es gibt 
eine eigene Krimi-Abteilung, daneben die Belletristik. Im Sachbuchbereich werden Poli-
tik, Geschichte, Reiseführer, 
Kultur und Ratgeber geführt. Vier Wochen lang haben die Ausleiher regulär Zeit, ein geliehenes Buch zu lesen, bei 
den DVDs ist der Zeitraum auf zwei Wochen beschränkt. Zwischen Buchregalen in der Mitte ist ein großer Tisch rund um einen dicken Pfeiler gebaut worden, an dem die Bücherfreunde in Ruhe schmökern können. Am Ende des 
locker gegliederten Saales lädt 
das Bücherei-Café zum Verweilen ein. Im Rahmen der Sanierung wurde im Bereich der 
alten Kegelkeller eine Küche eingerichtet. Helligkeit bringen neben einem ausgeklügelten Lichtkonzept die großen Fensterflächen. Bei Bedarf kann auch die Fläche vor der Bibliothek genutzt werden. Spenden und Zuschuss Während die Stadt im Rahmen der Sanierung praktisch die 
äußere Hülle der Bibliothek 
 geschaffen hat, die Betriebskosten übernimmt und jährlich derzeit einen Zuschuss von 1500 Euro für die Beschaffung von Medien zur Verfügung stellt, muss der Förderverein 
die Einrichtung finanzieren. 57 000 Euro müssen hierfür aufgebracht werden. Diese Summe ist im Wesentlichen durch Spenden und einen Zuschuss des Landes aufgebracht worden. Während mit dem Zuschuss die Verwendung von Regalen 
eines anerkannten Bibliotheksausstatters vorgeschrieben ist, bekam der Verein für die übrige Einrichtung des Büchereisaales freie Hand. Gegenwärtig fehlt eine gemütliche Sitzgruppe mitten im Raum. Zudem werden im Andenken an die Namensgeberin Brückner Zita-
te aus ihren Werken an Fenstern angebracht und soll an der Theke ein Portrait der Schrift-
stellerin angebracht werden. Hinter dem Verein liegen anstrengende Monate. Immerhin musste der gesamte Bestand von dem alten Platz in einem früheren Gymnastikraum übergangsweise im früheren Einwoh-
nermeldeamt im Rathaus eingeräumt werden, wo die Bibliothek dann bis zum Jahresende geöffnet war. Hier übernahmen städtische Mitarbeiter buchstäblich eine tragende Rolle. Ehrenamtliches Team Gegenwärtig arbeiten sich die knapp 20 Angehörigen des ehrenamtlichen Büchereiteams in die EDV ein. Eva Gröll-Wachenfeld unterstreicht, dass ohne die ehrenamtliche Unterstützung und die vielen Spenden ein Betrieb nicht möglich wäre. Daher freut sie sich besonders, dass sogar eine Dauerspende von 
1000 Euro zugesagt worden sei. Das Ergebnis der Arbeiten soll bei der offiziellen Eröffnung am 22. Februar um 11 Uhr präsentiert werden. Im Saal des Bürgerhauses ist eine Feier geplant, bei der auch die Gelegenheit besteht, das seit dem Sommer wieder genutzte Bürgerhaus zu besichtigen. Zu den Ehrengästen wird Dr. Friedrich Block von der Stiftung Brückner/Kühner zählen. Im Laufe des Jahres ist auch ein Christine-Brückner-Abend vorgesehen. Den Namen der Bücherei hat übrigens die Stadtverordnetenversammlung auf Anregung aus der 
CDU beschlossen. Diese Benennung komme auch den Vorstellungen des Fördervereins entgegen, erklärt die Sprecherin. Lesungen Die Bibliothek soll auch als Veranstaltungsort für kulturelle Angebote dienen. Am 1. März wird Christiane Kohl das Programm des Literarischen Frühlings in Waldeck-Frankenberg präsentieren. Der Eintritt ist frei. Im Herbst ist eine Lesung mit der Wolfsexpertin Elli Radinger im BAC-Theater geplant. Dort hatte bereits im vorigen Jahr in einer Zusammenarbeit des Vereins mit der Kulturimpresaria Sabine Belz der Schriftsteller Wolfgang Büscher („Hartland“) gelesen.Die neue Bücherei im Bürgerhaus an der Rathausstraße ist demnächst geöffnet: dienstags von 16 bis 19 Uhr, mittwochs 10 bis 13 Uhr, freitags 15 bis 18 Uhr und samstags 10 bis 13 Uhr. Spenden an den Förderverein Christine-Brückner-Bücherei sind willkommen auf dem Konto 1051598 bei der Sparkasse Waldeck-Frankenberg, 
BLZ 523 500 05.

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