Stützmauer unterhalb des Schlosses von Rhoden wird erneuert

Neues Projekt der Altstadtsanierung

Diemelstadt-Rhoden - Mit dem Bau einer neuen Stützmauer unterhalb des alten Grafenschlosses in Rhoden ist gestern die umfassende Erneuerung des Vorplatzes in Angriff genommen worden.

. Bis zum Frühjahr 2015 soll das in einem Architektenwettbewerb ermittelte Konzept des Büros Bierbaum und Partner in Mainz verwirklicht werden. „Spätestens zum Rhoder Schützenfest, dann sollen die Aufmärsche dort stattfinden“, hofft Bürgermeister Elmar Schröder. Dabei gehe Sorgfalt vor Tempo. Für die gesamte Baumaßnahme einschließlich Straßenbau und Erneuerung von Wasser- und Abwasserleitungen sind insgesamt 1,5 Millionen Euro vorgesehen, die im Rahmen des Städtebaulichen Denkmalschutzes finanziert werden. Die ersten Vorbereitungen wurden bereits vor gut zwei Jahren mit dem Abbruch von verfallenden Wohnhäusern gemacht. Seither wurde an einem Konzept für die Neugestaltung des Gebietes gefeilt, dabei war noch von einem Ausbau des Schlosses als Altenheim ausgegangen worden. Inzwischen ist das Heim geschlossen. Nun lässt die Waldeckische Domanialverwaltung das Bauwerk für den neuen Hauptmieter sanieren: die Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) mit dem Schwesterunternehmen Verbands-Energie-Werk Gesellschaft für Erneuerbare Energien (VEW). Weitere gewerbliche oder öffentliche Nutzungen sollen ermöglicht werden. Rechtzeitig eitig zum Baubeginn für die Dachdecker und Zimmerleute im kommenden Frühjahr soll die Stützmauer erneuert worden sein. Dazu werden zum Teil Natursteine verwendet, die in der maroden Mauerkonstruktion stecken, sowie Steine aus den abgebrochenen Wohnhäusern am Burggraben. Ferner sollen Sandsteine zugekauft werden. Das Büro Oppermann aus Vellmar, das mit der Ausführungsplanung betraut ist, lässt Fundament und Mauerkern aus Beton erstellen und diese Konstruktion mit den zu der historischen Schlosskulisse und der Altstadt passenden Natursteinen umbauen. Dabei wird das Niveau der oberen Fahrbahn zum Schloss von einer einen Meter hohen Brüstung überragt. Die in Hartmannsdorf (Sachsen) ansässige Firma HBR wird die 45 Meter lange Mauer erstellen. In diesen Tagen soll vorrangig die Oberflächenentwässerung im Burggraben verbessert werden. Vorerst bleibt die starke Folie dort liegen, jedoch wird eine Vertiefung geschaffen, über die das Niederschlagswasser besser abgeführt werden kann. Später soll das Gelände dann ohne die Folie drainiert werden.Neben der Stadthalle und dem eigentlichen Schlossplatz ist die Stützmauer mit den vorgelagerten Pkw-Stellplätzen eine der wichtigsten Maßnahmen der Stadtsanierung, so Susanne Engeln von der NH Projektstadt in Kassel.

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