Helser Landwirt und Domanialverwaltung stellen Flächen zur Verfügung

Noch in diesem Jahr Wind ernten in Helsen

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Am Waldrand von Helsen entstehen zwei neue Windkraftanlagen: Südlich der Eilhäuser Straße entsteht eine Nordex N 131 mit 131 Metern Rotordurchmesser und 134 Metern Nabenhöhe, nördlich der Straße entsteht eine Nordex N117 mit 117 Metern Rotordurchmesser und 120 Meter Nabenhöhe. Die Inbetriebnahme ist für November 2017 geplant.   

Bad Arolsen-Helsen. Am Ortsrand von Helsen, unmittelbar am Waldrand in Richtung Kroneiche gelegen, wachsen zwei neue Windkraftanlagen in den Himmel. Beide Anlagen im Wert von insgesamt 8,5 Millionen Euro sollen noch dieses Jahr ans Netz gehen.

Ein Helser Landwirt hatte zunächst eine GbR gegründet, die als Bauherrin für eine der Anlagen auftreten sollte. Die zweite Fläche auf der anderen Seite der Landesstraße nach Eilhausen gehört der Waldeckischen Domanialverwaltung, die von der EWF-Tochter VEW vermarktet werden sollte.

Inzwischen haben sich aber alle Investoren zu einer gemeinsamen GmbH zusammengeschlossen. Die VEW hält 50 Prozent der Anteile. Die andere Hälfte gehört mehreren Gesellschaftern wie dem Helser Landwirt.

Einer der Geschäftsführer ist Stefan Kieweg, im Hauptberuf leitender Mitarbeiter bei der Energie Waldeck-Frankenberg. Im Gespräch mit der WLZ erläuterte Kieweg, dass die Genehmigung für den Bau der beiden Anlagen bereits Ende Dezember 2016 vom Regierungspräsidium erteilt worden sei.

Damit habe den Betreibern die Wahl zwischen der alten und der neuen Regelung des Gesetztes über die erneuerbaren Energie offengestanden. Man habe sich für die bis zum Jahresende 2016 geltenden Regelung entschieden.

Im Frühjahr wurde mit dem Bau der riesigen Fundamente zu beiden seiten der Eilhäuser straße begonnen. Eine Verzögerungen sei durch Lieferengpässe des Herstellers Nordex eingetreten. Man sei nun aber zuversichtlich, dass beide Anlagen im November ans Netz gehen könnten. Die Inbetriebnahme bis zum jahresende sei wichtig, um die derzeit noch geltende Einspeisevergütung zu erhalten.

Südlich der Landesstraße entsteht eine Anlage des Typus Nordex N 131 mit einem Rotordurchmesser von 131 Metern, einer Nabenhöhe von 134 Metern und einer elektrischen Maximalleistung von 3,3 Megawatt.

Nördlich der Landesstraße entsteht eine kleinere Anlage vom Typ N 117 mit 117 Metern Rotorduchmesser, einer Nabenhöhe von 120 Metern und einer Maximalleistung von 2,4 Megawatt.

Aktuell wächst die größere Anlage bis auf 80 Metern in Stahlbeton-Hybrid-Bauweise. Dann wechseln die Bauarbeiter die Straßenseite und ziehen dort den Masten bis auf 80 Meter mit Beton-Halbschalen in die Höhe.

Dann soll ein Großkran den 40 Meter hohen Stahlrohrturm aufsetzen. Es folgen die Turbinengodel und die drei Rotorblätter. Danach wechselt der Kran die Straßenseite und setzt auf der südlichen Anlage einen 54 Meter hohe Stahlrohrturm auf.

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