Bearbeitungen bekannter Werke

Noten des berühmten Dirigenten Fritz Busch für Heimatmuseum Mengeringhausen

Der Heimat- und Museumsverein Mengeringhausen freut sich über Notenmaterial des mit der Fachwerkstadt verbundenen Dirigenten Fritz Busch. Unser Bild zeigt (v.l.) Vorsitzende Ursula Jütte, Prof. Martin Kipp, Schenker Rainer W. Böttcher, Gudrun Engelhard und Erich Müller.
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Der Heimat- und Museumsverein Mengeringhausen freut sich über Notenmaterial des mit der Fachwerkstadt verbundenen Dirigenten Fritz Busch. Unser Bild zeigt (v.l.) Vorsitzende Ursula Jütte, Prof. Martin Kipp, Schenker Rainer W. Böttcher, Gudrun Engelhard und Erich Müller.

Noten des berühmten Dirigenten Fritz Busch wurden ans Heimatmuseum Mengeringhausen übergeben.

Arolsen-Mengeringhausen – Die Exponate in der Fritz-Busch-Vitrine des Museums Mengeringhausen bekommen Verstärkung: der Bad Arolser Rainer W. Böttcher hat dem Heimat- und Museumsverein umfangreiches Notenmaterial von vier großen Bearbeitungen des Ausnahme-Dirigenten Busch übergeben.

Verbindungen ins Waldecker Land

Er habe viel über Fritz Busch (1890 1951) gesammelt, berichtete Rainer Böttcher bei der Übergabe im Museum Haus und Handwerk. Der in Siegen geborene Busch war Generalmusikdirektor, Chefdirigent an der Dresdener Semperoper und schließlich künstlerischer Leiter der Metropolitan Opera in New York.

Fritz und Grete Busch kehrten 1951 nach Deutschland zurück und fanden ihre letzte Ruhestätte in Mengeringhausen. Über Grete Busch (1886 1966), geborene Böttcher aus Mengeringhausen, verbinden den inzwischen pensionierten Musiklehrer der Christian-Rauch-Schule (CRS) und Leiter des Kammerorchesters Korbach-Bad Arolsen Böttcher auch verwandtschaftliche Bande mit dem berühmten Dirigenten.

Noten für Barock-Festspiele

Kein Wunder, dass zum 100-jährigen Geburtstag Buschs im Jahr 1990 auch dessen Bearbeitungen auf dem Programm der Arolser Barock-Festspiele standen. Die Noten hatte sich Rainer Böttcher seinerzeit als Kopien aus den USA schicken lassen, wohin Fritz und Grete Busch 1940 emigriert waren.

Nun ist das Mengeringhäuser Museum im Besitz der Notenblätter, die weitere Beziehungen zur Fachwerkstadt aufweisen. So hat Busch etwa Max Regers Choralphantasie „Wie schön leuchtet uns der Morgenstern“ für großes Orchester bearbeitet.

Kompositionen Bachs bearbeitet

Den Text des Chorals hatte wiederum der 1556 in Mengeringhausen geborene Theologe Philipp Nicolai verfasst.

Die weiteren Notenblätter beinhalten drei Choralvorspiele Johann Sebastian Bachs, darunter das wiederum von Nicolai stammende „Wachet auf, ruft uns die Stimme“.

Schallplatten aus 40-er Jahren

„Es wäre schön, wenn die Noten in dem Ort bleiben könnten, wo Fritz Busch beerdigt ist“, erklärte Rainer Böttcher gegenüber der Vereinsvorsitzenden Ursula Jütte beim Ortstermin am Heimatmuseum in Mengeringhausen.

Als heimische Fritz-Busch-Experten freuten sich Gudrun Engelhard und Dr. Martin Kipp über die Schenkung, die zudem Schallplatten mit Busch-Aufnahmen aus den 1940-er und 1950-er Jahren sowie Gedenkmünzen zum 100. Geburtstag des Dirigenten umfasst.

Den Kontakt zwischen Rainer Böttcher und dem Heimat- und Museumsverein hatte der aus Mengeringhausen stammende CRS-Geschichtslehrer Erich Müller vermittelt.. (Sandra Simshäuser)

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