Björn-Steiger-Stiftung finanziert zwei neue Notrufsäulen

Notruf vom Twistesee direkt zur Leitstelle

Schnell Hilfe an den Twistesee holen: Bürgermeister Jürgen van der Horst, Michael Dorl und Ulf Stracke von der DLRG-Ortsgruppe nehmen eine der beiden neuen Notrufsäulen am Twistesee in Betrieb.
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Schnell Hilfe an den Twistesee holen: Bürgermeister Jürgen van der Horst, Michael Dorl und Ulf Stracke von der DLRG-Ortsgruppe nehmen eine der beiden neuen Notrufsäulen am Twistesee in Betrieb.

Zwei neue Notruf-Säulen bieten ab sofort ein Stück mehr Sicherheit für die vielen Besucher der großen Liegewiesen am Twistesee.

Bad Arolsen -Auf der sogenannten Chaotenwiese und am Randweg in Höhe des Vorstau-Parkplatzes können bei Bedarf Notrufe an die Leitstelle abgesetzt werden, auch wenn man gerade kein Mobiltelefon zur Hand hat.

Die Notrufsäulen sind autark, funktionieren mit Solarstrom und verfügen über einen Mobilfunkanschluss. Deshalb waren die Kosten deutlich geringer als mit herkömmlichem Festnetzanschluss. Finanziert wurden die Telefonsäulen von der Björn-Steiger-Stiftung. Der städtische Betriebshof musste lediglich die Fundamente anlegen und die Montage übernehmen.

DLRG-Helfer können nicht überall gleichzeitig sein

Bürgermeister Jürgen van der Horst überzeugte sich jetzt von der Funktionstüchtigkeit der Notrufeinrichtung und dankte den beiden DLRG-Rettern Michael Dorl und Ulf Stracke, die die Idee für die Säulen hatten und den Kontakt zur Björn-Steiger-Stiftung herstellten. Der DLRG-Ortsverein organisiert in den Sommermonaten den Wachdienst am Twistesee. Die beiden DLRG-Vorsitzenden wissen aber: „Wir können nicht überall gleichzeitig sein.“ Deshalb sei es wichtig, dass die Besucher des Sees im Notfall schnell Hilfe alarmieren könnten.

Ebenso wichtig sei aber, dass es genügend gut ausgebildete Ersthelfer gebe. Das habe nicht zuletzt die Rettung des neunjährigen Jungen in der vergangenen Woche gezeigt, der im Bereich des Strandbades zu ertrinken drohte. Hier konnten zwei Krankenschwestern das Kind wiederbeleben.

Saison hat schon merhere Einsätze nötig gemacht

Die DLRG-Helfer appellierten daher an die Bevölkerung, regelmäßig Auffrischungskurse für Erste Hilfe zu besuchen. Der einmalige Besuch eines solchen Kurses zur Erlangung des Führerscheines sei zu wenig.

Ebenso wichtig seien Schwimmkurse für Kinder, gerade nach der langen Corona-Pause der Schwimmbäder.

Im vergangenen Jahr wurden die DLRG-Helfer am Twistesee zu 30 Hilfseinsätzen ohne Notarzt-Unterstützung gerufen. Stracke: „Allein in der vergangenen Woche waren es drei Rettungseinsätze mit Notarzt und Krankenwagen.“ (Elmar Schulten)

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