Empfang für ehrenamtliche Helfer

Ökumenisches Projekt unterstützt regelmäßig 350 Personen: Tafel-Laden besteht seit 15 Jahren

Bei einem Empfang für die Mitarbeitenden wurde im Bernhard-von-Haller-Haus auf das 15-jährige Bestehen der Tafel Bad Arolsen angestoßen.
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Bei einem Empfang für die Mitarbeitenden wurde im Bernhard-von-Haller-Haus auf das 15-jährige Bestehen der Tafel Bad Arolsen angestoßen.

Lebensmittel retten und Menschen in Nordwaldeck helfen, das ist das täglich Brot der Tafel Bad Arolsen. Seit mittlerweile fünfzehn Jahren geben ehrenamtliche Helfer Lebensmittel zu einem symbolischen Preis an bedürftige Menschen aus. Das wurde bei einem kleinen Empfang im Bernhard-von-Haller-Haus gewürdigt.

Bad Arolsen - „Seit fünfzehn Jahren bauen wir vor Ort eine Brücke zwischen Überfluss und Mangel“, fasste Pfarrer Uwe Hoos-Vermeil das Wirken der aktuell 36 Mitarbeitenden zusammen, die pro Woche rund 68 Stunden ehrenamtliche Arbeit leisten.

Die Zahl der Menschen, die Woche für Woche über die Tafel mit Lebensmitteln versorgt werden, liegt konstant bei 250 Erwachsenen und einhundert Kindern. Träger der Tafel ist der Kirchenkreis Twiste-Eisenberg.

Tafel-Laden hat klein angefangen

Ob aus Arolsen, Volkmarsen, Diemelstadt oder Twistetal, ob alleinerziehend, langzeitarbeitslos oder aus der Heimat geflohen: bei der Tafel seien die Tür und die Ohren der Helfer für alle Menschen offen, erklärte Hoos-Vermeil. Die Mitarbeitenden würden vielen Kundinnen und Kunden einen Ort geben, an den sie kommen könnten.

All das, was verteilt wird, muss aber zunächst erstmal eingesammelt, in den Tafelladen gebracht und vorsortiert werden. In einem kurzen Rückblick auf die Anfänge erinnerte Hoos-Vermeil an die kleinen Räume im Hünighäuser Weg und den alten Golf, mit dem man seinerzeit durch die Lande gezogen sei. Die Corona-Zeit habe man zusammen gut gemeistert.

Im Lockdown nur einen Monat geschlossen

Mit Ausnahme eines Monats sei die Tafel geöffnet geblieben. Ein Dankeschön ging an Bürgermeister Jürgen van der Horst, der Schutzmasken zur Verfügung gestellt hatte.

Dank zahlreicher engagierter Helfer funktioniere der Tafel-Betrieb, doch würden aus Alters- oder Krankheitsgründen immer wieder Engpässe entstehen. Weitere Helfer seien daher jederzeit willkommen.

Kirchenkreis stolz auf die Tafeln

„Wir sind stolz, dass wir als Kirchenkreis Träger der Tafeln sind“, betonte Dekanin Eva Brinke-Kriebel. Im Sinne der sozialen Gerechtigkeit müsse man schauen, dass die Menschen versorgt würden.

Dass Tafeln in einem Wohlfahrtsstaat überhaupt nötig seien, regte den Bürgermeister zu kritischen Gedanken an. Angesichts zunehmend fehlender Empathie, die sich in der Gesellschaft breit mache, sei es bei der Tafel wohltuend zu sehen, dass es auch anders gehe, sagte Bürgermeister van der Horst.

Unterstützung der Stadt zugesichert

Als ebenfalls positiv merkte er den Nachhaltigkeitsgedanke an, dem Wegwerfen von Lebensmitteln entgegenwirken. Zudem sicherte der Bürgermeister weiterhin Rückendeckung aus dem Arolser Rathaus zu.

Wer bei der Tafel Bad Arolsen ehrenamtlich mitmachen will, kann sich bei Pfarrer Uwe Hoos-Vermeil melden unter Telefon 05691/1210 oder per E-Mail: hoos-vermeil@ekkw.de (Sandra Simshäuser)

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