Diemelstädter Bauhof wird neu organisiert

Optimales Domzil für Betriebshof

Diemelstadt-Rhoden. - Der neue Bauhof am Hellenberg ist gestern Nachmittag offiziell der Bestimmung übergeben worden. Damit einher geht eine Neuorganisation des Betriebs.

Die insgesamt zwölf Beschäftigten unter der Leitung von Detlef Richter haben nun moderne und funktionsgerechte Räume und ausreichende Flächen auf der Mitte zwischen Rhoden und Wrexen, wie Bürgermeister Elmar Schröder erklärte. Für 450 000 Euro hat die Stadt das Gebäude eines Händlers gekauft, der sich anderweitig ansiedelte. Diese ist die günstigste Lösung, wie der Rathauschef via Lichtbildpräsentation anschaulich machte. Allerdings waren langwierige Verkaufsverhandlungen und einige Ausgaben für das Anwesen erforderlich, so mussten etwa die Spinde neu gekauft werden und entsteht derzeit ein Maschinenschuppen. Büros für Bauhofleiter und Wassermeister, Aufenthaltsraum mit Küche, WC und Duschen, verschiedene Lagerräume, Schreinerei und Schlosserei bietet das Gebäude ebenso Platz wie Fahrzeugen und Anhängern. Der Bauhof verfügt allein über neun Kraftfahrzeuge vom Pkw Kombi bis zum Unimog sowie über zwei Anhänger. Externe Scheunen brauche die Stadt nicht mehr mieten, ob das Lager am Kindergarten noch genutzt wird, muss noch geprüft werden. Wahrscheinlich wird der marode Bauhof abgebrochen. Schröder skizzierte die zukünftige Organisation des städtischen Betriebshofes. So wird ausschließlich dessen Leiter Aufträge entgegennehmen. Die bisherige Praxis, wonach praktisch jeder Mitarbeiter Aufträge und Instruktionen von anderer Seite bekam, solle aufgegeben werden im Sinne einer effizienten Arbeitsweise. Zudem wird ein Zeiterfassungssystem eingeführt, bei dem jeder Mitarbeiter mithilfe eines mobilen Scanners über einen Barcode seinen gegenwärtigen Auftrag und Arbeitsort online in einen PC beim Bauhofleiter eingibt. Transparenz bei den Kostenstellen und der Dokumenation der Arbeiten wird so eher gewährleistet als über die herkömmlichen Stundenzettel. Ziel ist es, alle Pflichtaufgaben in einer angemessenen Zeit zu erledigen und freiwillige Arbeiten nur nach Rücksprache. Im Betriebshof sind beruflich qualifizierte Kräfte tätig, vom Elektriker über den Landmaschinenmechaniker bis hin zum Schreiner. Drei Mitarbeiter, dies hob der Bürgermeister hervor, sind in der Feuerwehr aktiv.Der Betriebshof hat auch seinen Preis: Für 2014 sind insgesamt 600 000 Euro eingeplant, 73 Prozent davon sind für Personalkosten verbucht.

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