Einrichtungen in Külte und Volkmarsen beginnen „Qualifizierte Schulvorbereitung"

Pionierarbeit an Kindergärten

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Gemeinsam die Lernfähigkeit stärken und den Übergang zur Grundschule schaffen, das ist Ziel der Qualifizierten Schulvorbereitung. Unser Bild entstand im Kindergarten Külte.

Volkmarsen. - Als Pioniere verstehen sch die Kindertagesstätten Külte und St. Marien Volkmarsen sowie die Grundschule Volkmarsen bei der Qualifizierten Schulvorbereitung (QSV).

In einem Elternabend stellten Repräsentantinnen der Grundschule Villa R sowie der beiden Kindertagsstätten das Konzept vor, das nun in den Kindergärten umgesetzt wird und auf mehr Chancengleichheit für die Schulanfänger abzielt. Erfolgreich haben sich die „Tandem-Partner“ um die Beteligung an dem nunmehr landesweit an 30 Modellstandorten beginnenden Projekt beworben (wir berichteten). Die beiden Kitas zählen mit den Kindergärten Bad Wildungen, Melsungen, Friedlos, Bad Karlshafen und Frankenberg zum Cluster Nord.

Die Umsetzung des Rahmenkonzeptes wird wissenschaftlich begleitet und betrifft die Jungen und Mädchen vom vierten bis sechsten Lebensjahr. An den jeweiligen Standorten soll erprobt werden, was den Kindern den Übergang vom Kindergarten zur Schule erleichtern soll, daher können de Erzieherinnen und beteiligten Lehrerinnen das Projekt kritisch begleiten und ergänzende Vorschläge einbringen.

„Wir leisten Ponierarbeit, deren Ende wir noch nicht absehen können“, stellt die Leiterin der katholischen Kita, Ilona Schmand, fest. Ab 2014 sollen alle hessischen Kindergärten von den Ergebnissen des Projektes profitieren.

Mit einer Geschichte verdeutlichte Elke Lankeit von der Grundschule, wie Kinder mit ihren Talenten abgeholt und gefördert werden und wie sie selbst zur Vermittlung von Fähigkeiten und Wissen beitragen können. Darum geht es be QSV besonders. Fußend auf den bisherigen Methoden in den Kindergärten und auf der Basis eines eigens entwickelten Rahmenplanes sollen die Kinder ganzheitlich auf den Einstieg ins Schulleben vorbereitetet werden. Kooperatives Lernen, Bewegung als wichtiger Bestandteil der Intellektbildung, Empathie, das Äußern und das Zurückstellen von Wünschen, Förderung von motorischem Verhalten und sozialem Lernen sind einige der bekannten Elemente der Erziehung, die in diesem Modellvorhaben neu zusammengefasst und individuell abgefragt werden - sofern die Eltern das erlauben. Doch alle Erziehungsberechtigten haben nach Auskunft von Ilona Schmand die Begutachtung nach der KISS-Methode im Zuge eines Sprach-Screenings oder die Beobachtung der Entwicklung der Sprösslinge nach dem KOMPIK-Verfahren zugelassen: „QSV lebt davon, dass Eltern mitmachen und -denken“, betont Elke Lankeit.

Silke Brückert vom Kindergarten Külte zeigte sich erfreut über die bereits bestehende Kooperation der Kindergärten mit der Schule. Parallel zu diesem Projekt sollen die Kita in der Kernstadt und in Ehringen mitgenommen werden.

Der Mehraufwand der Erzieherinnen im Rahmen der Projektvorbereitung wird nicht nur durch einen möglichen erfolgreicheren Übergang der Kinder zur Schule belohnt, sondern honoriert das Land durch Zuschüsse. Die Fördermittel stehen für Materialien in den Kindergärten zur Verfügung und für den stundenweisen Einsatz von Vertretungskräften. Die werden benötigt, wenn die angestellten Kolleginnen bei Fortbildungen ihre Kenntnisse erweitern und ihre Erfahrungen austauschen und reflektieren können.

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