Gemeinsame Ferienspiele der Jugendpfleger in Nordwaldeck · Ferienspaß rund um den Twistesee

Piratenabenteuer bei karibischer Hitze

BadArolsen-Wetterburg - „Ahoi, ihr Landratten!“, schallt es über das Sportplatzgelände in Wetterburg. Die gemeinsamen Ferienspiele der Großgemeinden Diemelstadt, Volkmarsen und Bad Arolsen sind mit einem großen Abschlussfest zu Ende gegangen.

Mit „Landratten“ werden im Piratenlager alle begrüßt, die nicht zur Mannschaft des berühmt-berüchtigten Admirals gehören. Die gefährlichen Seeräuber sind rund fünfzig Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren, die sich bei den Ferienspielen amüsiert haben.

Unter dem Motto „Piraten ahoi“ konnten die Kinder hier eine Woche lang das Leben einer Piratenmannschaft auf Tortuga erkunden. Schon in den Vorjahren gab es ähnliche Ferienangebote der städtischen Jugendpfleger. Dies war jedoch das erste Projekt, das Kinder aus Bad Arolsen, Diemelstadt und Volkmarsen vereinte.

Viele Unterstützer

Bei karibischen Temperaturen wurde eine Woche lang gezeltet, getöpfert, Brot gebacken, echte Piratenkleidung hergestellt und natürlich im Twistesee gebadet. Neben Geländespielen und einem Trommelworkshop bekamen die „Piraten“ auch Besuch von einem Falkner und einer Pferdedresseurin, die mit ihren Tieren ihr Können zeigten. Alle Spiele und Aktivitäten wurden in eine Piratengeschichte eingebettet, in der jedes Kind eine bestimmte Rolle übernahm.

Veranstaltet wurden die Ferienspiele von der Stadtjugendpflege Bad Arolsen (Jugendzentrum „Come In“) und der Stadtjugendarbeit Volkmarsen (Jugendzentrum „Countdown“). Bei der Abschlussbesprechung betonten Marcos Koutelas, Jugendpfleger aus Volkmarsen, und sein Bad Arolser Kollege Friedhelm Schüttler die Bedeutung der regionalen Unterstützer, die Lebensmittel und Rohmaterialien für Aktionen und Spiele bereitstellten.

Dankesworte gab es auch für den Ortsbeirat Wetterburg, der das Gelände und Wasser für die Spritzpistolen der jungen Seeräuber bereitstellte. Auch der persönliche Einsatz der Eltern, die beim Kochen und bei der Betreuung und Vorbereitung mitgeholfen haben, sei für das Gelingen der Ferienspiele von unschätzbarem Wert gewesen.

Angebot für Familien

Die Bürgermeister aus Bad Arolsen und Volkmarsen, Jürgen van der Horst und Hartmut Linnekugel, waren ebenfalls mit von der Partie, um sich einen Überblick über die Lage im Piratencamp zu verschaffen. Das Ferienlager sei vor allem ein Angebot für Jungen und Mädchen, die sonst nicht in den Urlaub fahren könnten. Mit dem großen Betreuungsangebot der Kindertagesstätten und Jugendzentren sei aber auch für die Kinder gesorgt, deren Eltern sich in den Ferien aus beruflichen Gründen nicht um ihren Nachwuchs kümmern können. „Wir lassen kein Kind auf der Straße stehen“, sagte der Volkmarser Bürgermeister Hartmut Linnekugel. Das Ferienlager sei also neben dem Spaß für die jungen Piraten auch eine Entlastung für ihre Eltern.

Ein paar blaue Flecken

Die gemeinsamen Spiele und das Lösen der Aufgaben von „Admiral“ Marcos Koutelas haben die Kinder zusammengeschweißt. Viele haben hier neue Freunde und der ein oder andere sogar die erste große Liebe gefunden. „Mir haben vor allem das Rollenspiel und der Strandtag gefallen“, erzählt Norocel. Andere spielten am liebsten Federball, schossen mit Wasserpistolen oder versuchten sich als Sumoringer. „Die Rollenspiele sind super gelaufen“, bestätigen die vier hauptberuflichen und sechs ehrenamtlichen Betreuer. Auch sonst können sie im Rückblick auf die Piratenwoche positive Bilanz ziehen: Außer Mückenstichen und blauen Flecken gab es in der ganzen Woche keine größeren Verletzungen und bei prächtigem Sommerwetter waren die Kinder stets in ausgelassener Stimmung.

Neben Spiel und Spaß war auch für Essen und Getränke bestens gesorgt: Mal wurde von Helfern auf einer Gasflamme gekocht, mal auf offenem Feuer oder im selbst gebauten Lehmofen. Dabei konnten die Kinder ganz nebenbei lernen, wie lang der Weg ist vom Korn, das mühsam mit Steinen gemahlen werden musste, bis hin zum fertigen Brot, das am Ende aus dem Ofen geholt und genüsslich verzehrt wurde. „Für die Kinder sind das wirklich intensive Erfahrungen und schöne Erinnerungen“, meint Koutelas.

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