Spielplatz für Alt und Jung mitten in Mengeringhausen

Mühlrad, Teich und Spielplatz: Pläne für den Mengeringhäuser Stadtpark

Das Mühlrad rostet und rottet vor sich hin. Gute Ideen und tatkräftige helfer sind gefragt.
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Das Mühlrad rostet und rottet vor sich hin. Gute Ideen und tatkräftige helfer sind gefragt.

Die geplante Neugestaltung des Stadtparks beschäftigt den Ortsbeirat schon seit vielen Jahren, ohne dass eine Lösung erreicht worden wäre. Nun deutet sich eine positive Wendung an.

Mengeringhausen - Ortsbeiratsmitglied Klaus Tschierschky hatte im vergangenen Jahr in seiner Eigenschaft als Berufsschullehrer an einem Gartenbau-Berufskolleg in Paderborn neuen Schwung in die Debatte gebracht, indem er seine Schüler zu Gestaltungsvorschlägen aufgerufen hatte.

Diese Vorschläge sind nun in eine Planung im Rahmen des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzeptes IKEK für das Dorfentwicklungsprogramm eingeflossen. Aus diesem Programm könnten auch rund 60 Prozent der Umbaukosten finanziert werden.

Teich muss auch hier abgesichert werden

Die Pläne sehen Spielbereiche für Kinder und Senioren vor. Während sich die Kinder auf einen Kletterparcoursfreuen können, ist für Senioren ein Boccia-Platz vorgesehen. Außerdem könnten drei Sport- und Spielgeräte für Erwachsene aufgestellt werden.

Der Teich im Stadtpark droht zu verlanden, doch die Seerosen gedeihen prächtig.

Das vor sich hin gammelnde Mühlrad soll nach den Vorstellungen der Planer abgebaut werden, der Teich müsste nach dem jüngsten Urteil gegen den Bürgermeister von Neukirchen aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht mit einem ein Meter hohen Staketenzaun gesichert werden.

Die Gesamtkosten für die Umgestaltung sind mit rund 145.000 Euro kalkuliert, von denen ein Großteil aus dem Dorfentwicklungsprogramm des Landes finanziert würde.

Was wird mit dem Mühlrad?

Auch wenn der Ortsbeirat grundsätzlich Zustimmung signalisierte, dass der Stadtpark nun endlich wieder attraktiv gestaltet werden soll, wurde sich doch im Detail Kritik an den Plänen geübt.

So sind die Mengeringhäuser nicht mit dem ersatzlosen Abbau des Mühlrades einverstanden. Das Mühlrad sein 1972 von Theodor Schwenke und Hermann Koch im Namen der Schützengesellschaft gestiftet worden. Vor 13 Jahren habe der damalige Vorsitzende der Schützengesellschaft im Ortsbeirat signalisiert, dass die Mitglieder bereit seien, das Mühlrad wieder aufzuarbeiten.

Deshalb müsse nun zuerst Rücksprache mit dem Vorstand der Schützengesellschaft aufgenommen werden, bevor mit dem Abriss Fakten geschaffen würden, so Ortsvorsteher Künstel.

Blühende Beete als Blickfang

Bedenken gegen die Anschaffung der Erwachsenenspielgeräte formulierte Magistratsmitglied Dietmar Danapel. Ihm sei bewusst, dass die Entscheidung hierüber allein beim Ortsbeirat liege, er habe aber bei einem Spielparcours für Erwachsene am Diemelsee festgestellt, dass diese teuren Geräte zwar nett anzusehen sein.

Nach kurzer Zeit aber sei die Motivation, sich damit zu beschäftigen, abgeflaut. Für Danapel steht daher fest, dass mit dem Geld an anderer Stelle im Park Attraktiveres geschaffen werden könne. Blühende Beete und ein saniertes Mühlrad seien ein schönerer Blickfang.

Wasserzufuhr des Teiches droht zu versiegen

Stadtrat Harry Becker beklagte die seit Jahren versiegende Wasserzufuhr des Teiches. Eigentlich könne man den Teich auch zuschütten, dann könne man sich auch das Einzäunen ersparen.

Deshalb schlug Ortsvorsteher Künstel vor, das möglicherweise bei den Erwachsenenspielgeräten eingesparte Geld für die Wiederherstellung des Wasserzulaufes zu investieren.

Weiterhein Diskussionsbedarf zur Parkgestaltung

Für die ‘Erhaltung des Mühlrades spreche auch, dass es ein gutes Stück Stadtgeschichte widerspiegele: Immerhin habe es einst in Mengeringhausen sieben Mühlen gegeben.

So besteht also noch eine Menge Diskussionsbedarf über die künftige Parkgestaltung. Einige waren sich jedoch alle, dass mit der Umgestaltung möglichst bald begonnen werden solle. (Elmar Schulten)

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