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Pläne für Umbau des Beekmann-Stadions werden konkreter

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Von: Elmar Schulten

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Das Richard-Beekmann-Stadion soll zu einem inklusiven Sportzentrum umgebaut werden. Dazu sollen unter anderem die alten Umkleidegebäude aus den 30er Jahren abgerissen und der Aschen-Hartplatz zum Kunstrasenplatz umgebaut werden.
Das Richard-Beekmann-Stadion soll zu einem inklusiven Sportzentrum umgebaut werden. Dazu sollen unter anderem die alten Umkleidegebäude aus den 30er Jahren abgerissen und der Aschen-Hartplatz zum Kunstrasenplatz umgebaut werden. © Elmar Schulten

Das Richard-Beekmann-Stadion soll mit Fördermitteln aus einem Bundesprogramm zu einem inklusiven Sportzentrum umgebaut werden. Dazu sollen unter anderem die alten Umkleidegebäude aus den 30er Jahren abgerissen und der Aschen-Hartplatz am Tannenkopf zum Kunstrasenplatz umgebaut werden.

Bad Arolsen - Die Planungen hierzu laufen seit etwa zwei Jahren im Rathaus. Im Ausschuss für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung stellte der stellvertretende Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung, Bauen und Immobilien, Marco Tröger, am Dienstagabend den aktuellen Stand vor.

Nach reiflicher Überlegung und Abstimmung mit den betroffenen Sportvereinen sei man inzwischen zu dem Ergebnis gekommen, dass es nicht ausreiche, die Altbauten aus den 30er Jahren abzureißen. Der neue Kunstrasenplatz, der auf dem Aschenplatz entstehen solle, werde wegen der vorgegebenen Abmessungen bis in das Vereinsheim des TuS und sogar bis in den relativ neuen Anbau hineinreichen. Deshalb müssen auch diese beiden Gebäude weichen, so Tröger.

Zweistöckiger Neubau geplant

Alle Funktionen dieser Gebäude werden dann künftig in zwei Ersatzbauten abgebildet. In einem unbeheizten Gebäude sollen Lagerräume für Sportgeräte und Geräten zur Platzpflege untergebracht werden. Hier wäre dann auch Platz für die Garage des städtischen Vereinsbusses.

An die Stelle des alten Umkleidegebäudes soll dann ein modernes zweistöckiges Gebäude treten. Im Untergeschoss wären die Kasse, ein Verkaufsstand sowie die Umkleiden und Duschen zu finden. Weil es sich um ein inklusives Projekt handelt, werden sowohl Mannschafts-, als auch Einzelumkleiden gebaut. Ein Aufzug ermöglicht auch Gehbehinderten den Zugang zum Obergeschoss, wo die Vereinsräume mit Versammlungsraum, Theke und Küche entstehen sollen.

Architektonischer Clou dieses zweistöckigen Gebäudes wird eine Dachterrasse, von der aus sich das Spielfeld überblicken lässt.

Pappeln müssen nicht fallen

Zur Neugestaltung des Sportplatzes gehört auch der Einbau einer Laufbahn mit Tartanbeschichtung. Im Vorfeld war diskutiert worden, ob zum Schutz dieser Tartanbahn sämtliche Pappeln am Hang zum Thieletal gefällt werden müssen.

Dieses Szenario ist nun vom Tisch, wie Marco Tröger betonte. Eine Tartanbahn müsse sowieso jedes Jahr professionell gereinigt werden. Da fielen Verschmutzungen durch Laub oder Moos kaum ins Gewicht. Im Gegenteil sei es doch auch für die Sportler angenehmer, im Schatten von Bäumen zu laufen.

Naturschutzbelange werden berücksichtigt

Diese Feststellung ließ den Grünen-Stadtverordneten Dr. Ulrich von Nathusius schwärmen, die Stadtverwaltung habe in vorbildlicher Weise die Belange des Umwelt- und Naturschutzes sowie der Inklusion in ihren Planungen berücksichtigt habe. Dazu gehöre auch, dass die Verwaltung schon über die Nutzung von Regenwasser zur Platzbewässerung und die Weiternutzung der Photovoltaik-Anlage im Blick habe.

Bleibt die Frage nach den zu erwartenden Kosten, die der CDU-Stadtverordnete Ralf Schüttler ansprach: Da es sich bei den im Ausschuss vorgestellten Plänen erst um eine Vorplanung handelt, kann derzeit noch niemand belastbare Zahlen nennen. Fest steht aber, dass im Zuschussantrag von Baukosten in Höhe von 5,3 Millionen Euro die Rede war. Als förderfähig anerkannt wurden vom Zuschussgeber lediglich Baukosten in Höhe von 4,2 Millionen Euro bei einem maximalen Förderbetrag von 3,78 Millionen Euro.

Grünes Licht vom Stadtparlament ermöglicht weitere Planungsschritte

Konkret bedeutet das: Rechnet man zu den ursprünglich geschätzten Baukosten von 5,3 Millionen Euro eine Baukostensteigerung in einer Größenordnung von 20 Prozent hinzu, so wäre mit über sechs Millionen Euro zu rechnen, abzüglich des Maximalzuschusses von 3,78 Millionen Euro, bleiben also zwischen zwei und drei Millionen Euro städtischer Eigenanteil.

Fertig abgerechnet sein muss das Projekt Ende 2024. Deshalb eilt jetzt die Zeit: Nach dem zustimmenden Votum des Planungsausschusses müsste nun noch das Stadtparlament in der kommenden Woche grünes Licht geben, damit die nächsten Planungs- und Finanzierungsschritte auf den Weg gebracht werden können. (Elmar Schulten)

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