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Planung läuft: Endlich wieder Arolser Viehmarkt!

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Von: Elmar Schulten

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Drei Männer sitzen über einen Plan des Viehmarktgeländes gebeugt.
Sie planen den nächsten Viehmarkt in Bad Arolsen. Von links Erster Stadtrat Udo Jost, Marktmeister Wilhelm Müller und sein Mitarbeiter Tobias Rückschloß. © Elmar Schulten

Nach zwei Jahren schmerzlich empfundener Viehmarktspause wird nun vom 4. bis 7. August wieder das größte Volksfest Nordhessens auf dem Arolser Königsberg geplant. Magistrat und Marktmeister sind sehr zuversichtlich, dass nun wieder Festzug und Markttreiben wie gewohnt stattfinden können.

Bad Arolsen – Das heißt, jedoch nicht, dass es keine Änderungen geben wird. Nach der Amokfahrt von Volkmarsen wurden bekanntlich für 400.000 Euro neue Fahrzeugsperren angeschafft, die nun erstmals beim Viehmarktsfestzug und bei der Absicherung des Königsbergs zum Einsatz kommen werden.

Coronabedingt wird es wahrscheinlich auch im August ein Hygienekonzept geben müssen, das sich allerdings an den erwarteten Lockerungen orientieren wird, die am 20. März von der Bundesregierung bekannt gegeben werden sollen. Unklar bleibt möglicherweise bis kurz vor dem großen Fest die Frage, ob Fassbier in Gläsern ausgeschenkt werden kann, oder ob es nur Bier in Flaschen geben wird. Denkbar, dass Biergläser in professionellen Spülmaschinen gereinigt werden müssen. Das bleibt abzuwarten.

Bierlieferungsverträge geklärt

Fest steht aber schon jetzt, dass in den großen Bierschwemmen wie dem großen Festzelt und der Reitbahn das neue Arolser Bier fließen wird. Die anderen regionalen Brauereien aus Westheim und Warburg werden ihre Biere dann aber auch an anderen Ständen auf dem Festgelände ausschenken dürfen, berichtete Erster Stadtrat Udo Jost nach der konstituierenden Sitzung der Viehmarktskommission.

Was die Bestückung des Marktgeländes mit Fahrgeschäften betreffe, so spiele man „nicht nur Bundesliga“, sondern Champions League, so Jost. Das Team um Marktmeister Wilhelm Müller habe großartige Fahrgeschäfte wie den 62 Meter hohen „Gladiator“ mit Rotationsgeschwindigkeiten von 90 Kilometern pro Stunde und das Hochrundfahrgeschäft „Predator“ vertraglich verpflichtet.

Es wird alles wie gewohnt geplant

Außerdem sind die Familienachterbahn „Coco Beach“, die Geisterbahn „Haunted Castle“, die Achterbahn „Driftig Coaster“, das Riesenrad „Europa Rad“, das Kettenkarussell „Wellenflieger“, der „Break Dancer“, die „Krake“, und der „Musik-Express“ sowie zwei Autoskooter fest eingeplant.

Auch auf dem Marktstraßen des rund 10,5 Hektar großen Geländes am Königsberg werde alles genauso aussehen, wie es die Arolser und ihre Gäste gewohnt seien: Es ist genug Platz für 60 Vergnügungsgeschäfte, 50 Gastronomiebetriebe und 200 Krammarktstände. Im Gewerbezelt sollen 120 Aussteller ihre Waren präsentieren.

Lospreis steigt auf drei Euro

Das neue Sicherheitskonzept werde zwar vorhanden sein, aber nicht für jedermann sichtbar und störend.

Eine Änderung gibt es bei der Viehmarktslotterie: Bereits im vergangenen Jahr sei beschlossen worden, den über Jahrzehnte unveränderten Preis von fünf D-Mark oder 2,50 Euro pro Los auf nun drei Euro anzuheben. Außerdem werde es weniger kleine Gewinne, dafür aber 500 höherwertige Gewinne geben. Jost: „Die berühmten Schälmesser werden nicht mehr verlost.“

Landeskaltblutschau und Jungzüchterwettbewerb

Wie gewohnt, wird der Hauptgewinn ein nagelneues Auto sein, diesmal wahrscheinlich ein Skoda-Fabia aus dem Autohaus Ostmann, so Müller. Die Ziehung der Gewinne erfolgt wieder am Sonntagmorgen. Lose gibt es demnächst wieder bei den bekannten Verkaufsstellen in den Arolser Geschäften.

Zur Tierschau am Viehmarktsfreitag setzen die Organisatoren wieder auf die Unterstützung der heimischen Landwirte. Es soll wieder eine Landeskaltblutschau und einen Jungzüchterwettbewerb geben. Für das beim Publikum so beliebte Schaubild wird diesmal mit einem Ausschnitt aus einer mittelalterlichen Ritterspielshow geplant. Als krönenden Abschluss des Volksfestes haben die Planer wieder ein prächtiges Feuerwerk eingeplant. (Elmar Schulten)

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