Stadt Volkmarsen will heruntergekommenes Osthoff-Lager kaufen, abreißen lassen und verkaufen

Platz für neue Gewerbeansidelung

Volkmarsen - Die nächste Runde im Volkmarser Monopoly geht weiter. Die Stadt will die heruntergekommene Osthoff-Immobilie kaufen, abreißen und als Gewerbefläche vermarkten.

Volkmarsen. Bürgermeister Hartmut Linnekugel und Erster Stadtrat Thomas Viesehon sind beide zuversichtlich, dass sich das insgesamt 38 Hektar große Gelände gut veräußern lässt, zumal sie gut angebunden mitten in einem vorhandenen Gewerbegebiet liegt und ein Gleisanschluss reaktiviert werden könnte. Linnekugel ist froh, die Verkaufsverhandlungen bis zu einem vertragsreifen Stand gebracht zu haben. Bereits acht Jahre seien Gespräche mit Banken und der Eigentümergemeinschaft über eine weitere Nutzung und den Erwerb geführt worden. Die 1966 von Edeka als Warenlager gebaute und 1976 an das sauerländische Möbelhaus veräußerte Immobilie steht seit 2005 leer. Durch zahlreiche Einbrüche und Vandalismus, so der Rathauschef weiter, habe sich der Zustand des Gebäudes derart verschlechtert, dass „mittlerweile von einer Gefahr für die Sicherheit und Ordnung ausgegangen werden muss.“ Weil Regenwasser in das Gebäude eingedrungen ist und erhebliche Schäden verursacht hat, ist an eine Sanierung nicht mehr zu denken. Allein die Dacherneuerung wird mit 650 000 Euro beziffert. Doch nun sind die Verkaufsverhandlungen abgeschlossen worden. Somit steht für eine weitere gewerbliche Nutzung eine voll erschlossene Fläche zur Verfügung. Diese diene der Bevorratung der Stadt und einer „nachhaltigen Stadtentwicklung“, weil durch eine mögliche Wiederverewertung dem Landverbrauch entgegengewirkt wird.Interessenten für das Gelände gibt es nach Auskunft von Viesehon. Durch den Weiterverkauf sollten die von der Stadt eingesetzten Mittel wieder hereingeholt werden. Die finanzielle Belastung der Stadt sei minimal. - Die Stadtverordnetenversammlung wird sich demnächst mit dem Thema befassen, dann dürften die erforderlichen Mittel in einen Nachtragshaushalt eingebracht werden. Nach Auskunft von Bürgermeister Linnekugel ist die Ausgabe mit den Konsolidierungsverpflichtungen unter dem kommunalen Schutzschirm vereinbar. (ah)

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