Bad Arolsen

Power aus dem hohen Norden

- Bad Arolsen (-ah-).Der finnische Generalunternehmer mw power präsentierte gestern erstmals das Holzhackschnitzelkraftwerk im Bioenergiepark.

Die Energie Waldeck-Frankenberg nimmt den Strom aufgrund des Erneuerbare-Energien-Gesetzes gegen eine erhöhte Einspeisevergütung ab. Fünf Megawatt elektrische Energie werden produziert, genug, um 10 000 Haushalte bei einem Minimum von CO2-Ausstoß mit Strom zu versorgen. Zudem ist mit der juwi Bio GmbH vereinbart worden, für die geplante Holzpellet-Fabrik Abwärme zu liefern, die Leitungen werden derzeit verlegt. Insgesamt zehn MW thermische Leistung produziert das im vorigen Jahr in Betrieb genommene Biomassekraftwerk. Die Betreiberin, die Prolignis GmbH (Ingolstadt), hat noch freie Kapazitäten und möchte die auch vermarkten. Neben den außerdem noch fest eingeplanten Liegenschaften im Bereich der Bioenergiepark GmbH könnten das umliegende Betriebe sein. Jorma Lehtoviita, Geschäftsführer von mw power, stellte das Unternehmen als international tätiger Anbieter von alternativen Kraftwerken vor, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Das Ziel der EU, innerhalb der nächsten zehn Jahre auf einen Anteil von zwanzig Prozent Bioenergie zu kommen, erfordere viele Investitionen. In Bad Arolsen waren das allein 20 Millionen Euro. Das Kraftwerk ist neben fünf weiteren ähnlichen Anlagen in Leipzig, Langelsheim, Neuenkirchen, Niersky (diese Woche am Netz) und Steinau (ab 2011 in Betrieb) Referenzprojekt für mw power und unter der Regie von Prolignis errichtet worden. Unmittelbar mit Planung und Errichtung betraut war das Unternehmen Seeger Engineering (Hessisch Lichtenau), Bauherr und Fondsinitiator die REAL I.S. AG, eine Tochter der Bayern LB. Für den ordnungsgemäßen Betrieb ist die Energie-Contracting Heidelberg (ECH) verantwortlich, für die sieben Mitarbeiter in drei Schichten tätig sind. Mehr lesen Sie in der gedruckten Ausgabe am 13. Oktober 2010.

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