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Professor Hesse ist mit mehr als 200 wissenschaftlichen Veröffentlichungen dem Tinnitus auf der Spur

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Von: Elmar Schulten

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Zwei HNO-Ärzte halten und deuten auf ein Ohr-Modell.
Experten für Tinnitus und andere Ohrenleiden: Dr. Georg Kastellis (links) ist neuer Chefarzt der Tinnitus-Klinik Dr. Hesse. Der Gründer, Inhaber und Namensgeber der Klinik, Professor Dr. Gerhard Hesse (rechts), bleibt seiner Klinik weiter erhalten und arbeitet in der Ambulanz. © Elmar Schulten

Die Tinnitus-Klinik Dr. Hesse genießt seit vielen Jahren deutschlandweit einen hervorragenden Ruf bei der Behandlung von Ohrgeräuschen. Gründer und Namensgeber Prof. Dr. Gerhard Hesse wird seit 15 Jahren regelmäßig in der Focus-Liste der Top-Mediziner als bester HNO-Arzt geführt.

Bad Aroslen - Mit dem aus Griechenland stammenden Dr. Georg Kastellis, der der Klinik schon seit zwölf Jahren verbunden ist, hat Prof. Hesse nun einen erfahrenen Chefarzt berufen, der dazu beitragen soll, den guten Ruf der Klinik auch in der Zukunft zu erhalten. Zur Privatklinik im Obergeschoss des GNH-Krankenhauses an der Großen Allee gehören zehn Zimmer für die stationäre Versorgung von privaten Akutpatienten.

Der Anteil der ambulanten Patienten, die täglich aus ganz Deutschland, teilweise auch aus fernen Ländern anreisen, ist aber erheblich größer. Fünf Mediziner, drei Hörtherapeuten und zwei Diagnostiker nehmen sich viel Zeit, um die Beschwerden der Patienten zu ergründen und sie mit individuellen Verhaltensempfehlungen wieder in den Alltag zu entlassen.

Teure Methoden oft ohne Nutzen

Professort Hesse gilt mit seinen über 200 wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu den Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Tinnitus als unangefochtener Experte auf seinem Gebiet. Zusammen mit einer Kollegin war er federführend bei der Erstellung einer S3-Leitlinie für die Behandlung des chronischen Tinnitus.

In dieser Leitlinie ist festgehalten, was bei Tinnitus hilft und was nicht. Verzweifelte Patienten vertrauten nämlich in ihrer Not oft auf teure Methoden und Geräte, die aber ohne jeden wissenschaftlich nachgewiesenen Nutzen für die Patienten seien.

Ambulante Behandlung mit großem Erfolg

Auch darüber informieren die Tinnitus-Experten in ihrer ambulanten Sprechstunde. Nach eingehender Diagnostik nehmen sich die Ärzte und Psychologen viel Zeit, um die Ursache der anhaltenden und störenden Ohrgeräusche zu ergründen. Mit konkreten Handlungsempfehlungen kehren die Patienten dann in ihren Alltag zurück.

In seiner zweiten Doktorarbeit hat Chefarzt Dr. Georg Kastellis eine große Zahl ehemaliger Ambulanz-Patienten systematisch nach ihrem aktuellen Befinden befragt. 78 Prozent sagten, sie hätten von der Behandlung viel oder sehr viel profitiert. Nur sieben Prozent gehe es nachher schlechter. Die verbliebenen 15 Prozent verspürten keine Veränderung durch die Behandlung.

Angst nehmen und für Entspannung sorgen

Für die Ärzte der Tinnitus-Klinik steht fest: „Eine gute Aufklärung der Patienten ist das Allerwichtigste. Man muss sich viel Zeit nehmen, den Patienten die Angst nehmen und für Entspannung im Alltag sorgen.“ Das helfe in den meisten Fällen. (Elmar Schulten)

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