Bad Arolsen / Breuna

Protest gegen Strompreiserhöhung

- Bad Arolsen /Breuna (-ah-). Die „Windmüller“ protestieren gegen die von den regionalen Anbietern wie Eon Mitte oder EWF Waldeck-Frankenberg angekündigten Strompreiserhöhungen.

Diese werde durch die von 2,05 Cent auf 3,53 Cent pro Kilowattstunde steigende, gesetzlich vorgeschriebene Umlage für den Ausbau erneuerbarer Energien begründet. „Das ist nur die eine Seite der Medaille“, sagt der Vorsitzende des BWE-Regionalverbands, Ralf Hecker (Freienhagen). Nach Einschätzung der Bundesnetzagentur als staatliche Regulierungsbehörde sei die damit begründete massive Preiserhöhung nicht gerechtfertigt, schließlich wirke sich die zunehmende Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien als preisdämpfend auf die Großhandelspreise aus. Der Beschaffungskostenanteil müsste daher 2011 sogar um einen halben Cent je Kilowattstunde sinken. Windstrom habe als „Billigmacher“ inzwischen einen Anteil von sieben Prozent am Brut­tostromverbrauch, argumentiert der BWE weiter. Und im kommenden Jahr solle zudem die Einspeisevergütung von derzeit 9,11 auf 9,02 Cent sinken. Und das bei steigenden Rohstoffpreisen, hohen Kosten für Gutachten und zunehmenden Schwierigkeiten, von Banken Kredite für die Investitionen zu bekommen, wie Lars Rotzsche (BWE) anmerkte. Mehr in der gedruckten Ausgabe der WLZ am 27. Dezember 2010.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare