Neubau soll Ende 2020 fertig sein

Provisorium ist schick: Arolser Jugendzentrum ist ins Berufsbildungswerk umgezogen

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Neustart: Das Jugendzentrum Come In ist wegen des Neubaus in das Berufsbildungswerk (BBW) umgezogen. Unser Bild zeigt von links, Dominik Wohl (Fachbereich Zenrale Dienste), Annette Raabe (BBW), Anke Butterweck (Bathildisheim), Bürgermeister Jürgen van der Horst, Friedhelm Schüttler (Jugendzentrum), Jens Wehmeyer (Bathildisheim-Vorstand), Christine Beine und Gordon Strunz (beide Jugendzentrum).

Das Bad Arolser Jugendzentrum "Come In!" wird saniert uns ist vorübergehend im Berufsbildungswerk untergebracht.

Mit einem herzlichen "Come In!" heißt Jugendarbeiter Friedhelm Schüttler die Besucher des gleichnamigen Jugendzentrums für eineinhalb Jahre am Ausweichstandort im Berufsbildungswerk (BBW) Bad Arolsen willkommen.

Der Freizeitbereich des BBW ist neue Anlaufstelle für alle zwischen zwölf und 21 Jahren. Das Jugendzentrum wird auf dem gleichen Grundstück am Birkenweg gegenüber der ehemaligen Kaserne für 2,085 Millionen neu gebaut. Das Land gibt dazu einen Zuschuss von 1,876 Millionen Euro.

Neueröffnung für Ende 2020 geplant

Mit dem Abbruch wird im Herbst begonnen. Die Neueröffnung dürfte, wenn alles nach Plan läuft, Ende 2020 sein, wie Bürgermeister Jürgen van der Horst erklärte. Das Konzept für den Neubau ist mit dem Team des Jugendzentrums abgestimmt worden.

Anstelle der früheren Diskothek mit verwinkelten Räumchen wird ein barrierefreier zweigeschossiger Neubau mit 533 Quadratmetern Nutzfläche entstehen, dazu gehört auch ein Probenraum für Musikgruppen.

Dem guten Miteinander mit dem Bathildisheim sei es zu verdanken, dass zur Überbrückung für die Bauzeit der Freizeitbereich des Berufsbildungswerkes genutzt werden könne, erklärte der Rathauschef.

Das Jugendzentrum gegenüber der ehemaligen Kaserne wird abgebrochen und ein Neubau am gleichen Platz errichtet. Bis Anfang 2021 ist das Jugendzentrum im Berufsbildungswerk geöffnet.

Die Räume seien mehr als optimal, der Retro-Charme der 70-er-Jahre-Architektur eher von Vorteil. Auch Bathildisheim-Vorstand Jens Wehmeyer freut sich über die Zusammenarbeit. Schließlich werde der Freizeitbereich auf diese Weise mit neuem Leben erfüllt und würden Kontakte von verschiedenen Gruppen junger Menschen gefördert.

Allein 80 Auszubildende beim BBW und 80 Soldaten, die in Kassel eine Ausbildung absolvieren und im Wohndorf übernachten, könnten in das Jugendzentrum gelockt werden.

„Hier war schon mal richtig Leben“, erinnert sich Jugendarbeiter Friedhelm Schüttler, der 1989 beim BBW als Praktikant tätig war. Die täglich bis zu 80 Jugendlichen fühlten sich schon jetzt wohl in den vorläufig zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten, die 1980 als Teil des BBW gebaut wurden.

Fuß- und Bastketball, Kegeln und Fitnesstraining werden neben den Angeboten in den Räumen des Jugendzentrum sowie im Außenbereich davor angeboten.

„Wir leben die Inklusion“, berichtet Schüttler mit Blick auf die regelmäßigen Diskoveranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Aktion für behinderte Menschen, aber auch auf Angebote für Migranten und Jugendlichen aus verschiedenen sozialen Schichten.

Jugendliche haben tatkräftig mitgeholfen

Die Jugendlichen hätten beim Umzug mithilfe des Betriebshofes und des Hausmeister-Teams mit so großem Engagement mitgearbeitet, dass die Räume im BBW schon vor dem geplanten Zeitpunkt bezugsbereit gewesen seien. Dankbar blickte Schüttler auf die Eröffnung des bisherigen Jugendzentrums 1996 am Birkenweg zurück, dass das Team zusammen mit den Jugendlichen mit Leben erfüllt habe. Der Standort am Rande der innenstadt sei optimal, und er freut sich schon auf den Neubau.

 Das Jugendzentrum „Come In“ ist auch am neuen Standort wie bisher von Montag bis Freitag von 15 bis 20 Uhr geöffnet. Ab 17 Uhr wird auch das Foyer genutzt, freitags ab 14 Uhr die Sporthalle. Neben den Bewohnern des Bathildisheims können die jugendlichen Besucher die Kegelbahn im BBW nach Absprache nutzen

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