Tag der Burgen und Schlösser

Prunkstück bei Jagdausstellung im Residenzschloss Bad Arolsen

Prunkstück bei Jagdausstellung im Residenzschloss Bad Arolsen
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Prunkstück bei Jagdausstellung im Residenzschloss Bad Arolsen: Angelika Sarnowitsch präsentiert einen wertvollen Elfenbein-Humpen.

Bad Arolsen. Die Jagd als Teil der Lebenskultur in Adelshäusern wird ab dem 25. Juni, dem nordhessischen Tag der Burgen und Schlösser, bis zum 9. Juli im Residenzschloss Bad Arolsen präsentiert.

Ab Sonntag werden in den folgenden zwei Wochen auch bisher nicht gezeigte Stücke ausgestellt. Prunkstück ist ein viereinhalb Kilogramm schwerer Humpen aus Elfenbein und Silber. 

Zum Geburtstag geschenkt

Ein Kunsthandwerker hat nach dem Bild von Peter Paul Rubens (1577 - 1640) Kalydonische Eberjagd Szenen einer Sauhatz mit Hunden und zu Pferde kunstvoll und ausdrucksstark dreidimensional herausgearbeitet. Das Untier aus der griechischen Mythologie war von der Göttin Artemis losgeschickt worden, um die Felder vor der griechischen Stadt Kalydon zu verwüsten. Der Grund: König Oineus hatte es versäumt, der Jagdgöttin zu opfern. 

Das wertvolle Stück hat Wittekind Fürst zu Waldeck und Pyrmont zum 60. Geburtstag geschenkt bekommen. Der Humpen wurde 1880 angefertigt. Die Jagd wird im Residenzschloss auf den Gemälden von August Querfurt (1696 - 1761) im Schloss dargestellt, eine Fülle von Literatur findet sich in der Fürstlichen Hofbibliothek, die ebenfalls besichtigt werden kann. 

Jagd in Kunst und  Literatur

 Jagdtrophäen, Gemälde rund um das Thema Jagd, Zeichnungen, Jagdschmuck und eine festlich gedeckte Jagdtafel sollen die geschichtliche Entwicklung der Jagd bis hin zur heutigen Bedeutung den Besuchern im Schloss auf unterhaltende Weise näherbringen.

 Bestandteil der Führung ist auch eine Geschichte von Wilhelm Busch: Der unfolgsame Dackel. 

Politisches Ereignis

Die Jagd wird auch als politisch bedeutsames Ereignis dargestellt. Bei der Ausstellung in Arolsen wird auf eine symbolträchtige Reiher-Beize beim Kasseler Landgrafen eingegangen, zu der auch der Fürst Carl als Freund der Jagd und ehemaliger Widersacher des Landgrafen nach dem Siebenjährigen Krieg eingeladen war.

Sonderführung „Die Jagd“ bis 9. Juli täglich von 10 bis 17 Uhr.

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