Bad Arolsen spart über 40.000 Euro bei gemeinsamer Beschaffungsaktion

Rabattschlacht um Florian 1/30

Bad Arolsen - Als richtungsweisend, vorbildlich und sehr zur Nachahmung empfohlen wurde am Montagabend in Zierenberg die gemeinsame Beschaffungsaktion von drei Drehleitern für die Städte Hofgeismar, Wolfhagen und Bad Arolsen gewürdigt.

Tatsächlich haben es die drei Städte bei ihrer ohnehin notwendigen und seit Jahren geplanten Neuanschaffung geschafft, Beträge zwischen jeweils 40000 und 45000 Euro einzusparen.

Möglich wurde die Rabattschlacht beim Neuwagenkauf durch die enge Abstimmung zwischen den drei betroffenen Stadtbrandinspektoren und ihren Kreisbrandinspektoren. Den Anstoß gab der Bad Arolser Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Meyer, nachdem er bei seiner Arbeit bei der Berufsfeuerwehr in Kassel zufällig von den Kaufplänen in den Nachbarstädten gehört hatte.

Diese Art der interkommunalen Zusammenarbeit über Kreisgrenzen hinweg mag zwar noch neu sein, soll aber künftig in Hessen regelmäßig praktiziert werden, wie Staatssekretär Werner Koch gestern bei der Fahrzeugübergabe ankündigte. Die nötigen Organisations- und Informationsstrukturen müssen aber erst noch geschaffen werden.

Die drei gemeinsam beschafften Drehleitern ersetzen in ihren Städten jeweils Vorgängermodelle, die zwischen 25 und 30 Jahren im Dienst waren. Für die jetzt ausrangierte Bad Arolser Drehleiter gab es schon keine Ersatzteile mehr.

Die neuen Drehleiterfahrzeuge haben eine maximale Arbeitshöhe von 30 Metern. Der Clou ist Knick, der hydraulisch ausgefahren werden kann. Dieser Knick in der Leiter ermöglicht es, näher ans Objekt heranzufahren. Außerdem kann damit über Dachfirste hinweg gefahren und effektiver gearbeitet werden.

Standard ist inzwischen der dauerhaft montierte Korb. Bei der alten Drehleiter musste in der Ursprungsversion immer erst umständlich der Korb montiert werden. Erst ein Umbau brachte die wertvolle Zeitersparnis, die nun serienmäßig mitgeliefert wird.

Die neue Bad Arolser Drehleiter kostet rund 540000 Euro. Dazu gab das Land einen Zuschuss von 55 Prozent. Weitere 19 Prozent kamen vom Landkreis für den überörtlichen Brandschutz, so dass die Stadt Bad Arolsen nur etwa ein viertel der Kosten trägt.

Staatssekretär Werner Koch machte bei der Schlüsselübergabe deutlich, dass die Drehleiterfahrzeuge kein „Spielzeug für die Feuerwehr“, sondern unverzichtbare Rettungsmittel für alle Bürger der Region seien.

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