Bad Arolsen

Rangeleien im Bus schlichten

- Bad Arolsen (mm). 42 neue Busscouts haben nach umfassender Ausbildung ihre Ausweise erhalten. Damit sorgen nun 80 Bus­scouts der Kaulbach-Schule und der Christian-Rauch-Schule für mehr Sicherheit auf dem Schulweg. Gewalt und Unfälle sollen verhütet werden.

Auch im Namen der Busfahrer dankte Sabine Hörner-Zimmermann für die Bereitschaft der Schüler, sich zu engagieren. Zufrieden stellte sie fest, dass sich die Deutsche Bahn mit der Bundespolizei und der Kurhessenbahn auch zukünftig bei der Ausbildung beteiligen werde. Gerhard Ulm, Bürgerkontaktbeamter der Bundespolizeiinspektion Kassel, zeigte sich erfreut, dass sich so viele freiwillig für die Ausbildung gemeldet haben. Er wies darauf hin, dass die Sicherheit nicht erst in den Fahrzeugen gegeben sein müsse. Schon an der Haltestelle und am Bahnsteig gelte es, Drängeleien zu vermeiden. Konrad Schmidt, Busscoutausbilder der RKH, hob lobend hervor, dass Schülerinnen und Schüler die Initiative ergriffen hätten, um Hilfe zu bekommen, das Fahren in Bussen und Bahnen angenehmer und sicherer zu machen. CRS-Schulleiterin Cornelie Seedig bekräftigte, sie sei sehr stolz darauf, dass die Jugendlichen nicht über die Probleme gemeckert hätten, sondern die kleinen Schritte zur Verbesserung mitgegangen seien, um das Sicherheitsgefühl zu verbessern. Die Fahrzeugbegleiter sollen in Konfliktsituationen während der Schülerbeförderung zur Deeskalation beitragen. Die Schulung soll die Initiative der Schüler steigern, Streit in Bus und Bahn, aber auch an Haltestellen zwischen Mitschülern zu schlichten und somit für eine sichere und angenehme Reise von und zur Schule zu sorgen. Die Busfahrer werden entlastet und können sich voll auf den Straßenverkehr konzentrieren. Die Erfahrung zeigt, dass Jugendliche viel besser und erfolgreicher in solchen Situationen auftreten können, denn sie kennen die Probleme und können diese auf Augenhöhe mit derselben Sprache unter sich am besten lösen.Dafür werden sie von eigens dafür ausgebildeten Trainern vorbereitet. Schulen, die sich für die Fahrzeugbegleiterausbildung interessieren, können sich an Polizeioberkommissar Gerhard Ulm wenden, Telefon 0561/81616134.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare