28. Barock-Festspiele in Bad Arolsen eröffnet

Regnerischer Auftakt mit Schirmherrin

Bad Arolsen - Mit Parforcehorn- und Basslauten-Klängen wurde das 28. Barockfest in Bad Arolsen am Mittwochabend in Gegenwart der Schirmherrin, Staatsministerin Lucia Puttrich, eröffnet.

Bad Arolsen. Schirme im handlichen Format brauchten die ersten Besucher, denn erstmals bei einer Eröffnung des Musikfestivals verzogen sich die Regenwolken nicht, so dass der Sibirische Uhu Kari sich nur auf der Faust einer Barock-Reiterin präsentierte und Falknerin Tatjana Schmücker ihre Greifvogelschau wegen des Wetters abblasen musste. Dennoch füllte sich der Hof und hernach auch der Steinerne Saal bis auf den letzten Platz mit zahlreichen Besuchern und geladenen Ehrengästen. „Hier kann man erfahren, wie Menschen in der Barockzeit gelebt haben, und Kunst- und Musiktraditionen vor Ort erleben“, sagte Festspielleiterin Prof. Dorothee Oberlinger, die mit ihrem vor drei Wochen zur Welt gekommenen Söhnchen David nach Arolsen reiste und wegen der Mutterfreuden erstmalig nicht im Abschlusskonzert mitwirken wird. „Alle Wege führen nach Rom“, spielte sie auf den starken Einfluss, den die Stadt auch in kultureller Hinsicht bis tzum heutigen Tage ausübt. Die italienische Meropole sei „ein Dauerbrenner in der Kunst, der Musik und im Filmschaffen.“ Und mit den Werken des einflussreichen Komponisten Arcangelo Corelli, dessen 350. Geburtstag in diesem Jahr begangen wird, bietet sich in musikalischer Hinsicht ein roter Faden durch die Festspiele. Die Barock-Festspiele erlebten ihren zweiten und dritten Frühling, freute sich Bürgermeister Jürgen van der Horst angesichts der guten Resonanz der Besucher, seit Dorothee Oberlinger die Intendanz übernahm. Die Auslastung der Konzerte von 90 Prozent suche Beispiele in der Musikszene. Die Barock-Festspiele hätten sich in den 28 Jahren weiter entwickelt und seien durch neue Akzente bereichert worden, erklärte Ministerin Lucia Puttrich. Sie hob die Leistung der Festspiel-Begründer hervor und bescheinigte der Intendantin auch viel Herzblut, wenn sie es sich als junge Mutter nicht nehmen lasse, dabei zu sein. Ein hochkarätiges Programm für Jung und Alt mit Musikern aus dem In- und Ausland und die Verbundenheit in der Region sorgten dafür, immer wieder Musikfreunde zu begeistern. Die Festspiele bereicherten das kukturelle Angebot der Stadt und des Landkreises, der auch als Tourismusregion Nummer eins in Hessen bezeichnet werde, sagte Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf. Mithin sei das Festival mit Künstlern der Extraklasse eine gute Werbung für den Kreis. Auch dieser Aspekt mache den Kreis so lebenswert. Mit Charme und herzerwärmendem Gesang begeisterte Nicholas Achten aus Belgien. An der Barock-Laute gab er eine Kostprobe seines vielseitigen musikalischen Könnens, das er am Donnerstag bei der Matinee der jungen Künstler in größerem Rahmen nochmals präsentiert.ob gab es auch für das Team um Wilhelm Müller, Leiter des Touristik-Service, und den Betriebshof, dessen „grüne Kolonne“ nioch kurz vor der Eröffnung auf den Rasen vor dem Residenzschloss Rosenbeete „zauberte“. (ah)

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