Bad Arolsen:

Rheumakranke aus der Isolation holen

- Bad Arolsen. Unter dem Motto „Aktiv gegen den Rheumaschmerz“ feierte die Rheumaliga-Selbsthilfegruppe Bad Arolsen eine fröhliche 25-Jahr-Feier in der Stadthalle Mengeringhausen.

Schmerz? Fröhlich? Passt das zusammen? Die derzeit 128 Frauen und Männer haben sich der Gruppe in Bad Arolsen angeschlossen, um ihre chronische Krankheit durch Bewegung, aber auch durch unterhaltsame Veranstaltungen gemeinsam besser zu bewältigen. Um Informationen etwa über neue Behandlungen zu bekommen oder Erfahrungen auszutauschen – geteiltes Leid ist halbes Leid. „Wir wollen Menschen aus der Isolation holen, in die sie durch ihre Krankheit unfreiwillig gedrängt werden“, brachte Karin Schulze, langjährige Leiterin der Gruppe, die Absicht der Rheumaliga auf den Punkt. Unter dieser Devise gab die erste Leiterin der Gruppe, Hilde Gottmann, 1986 den Anstoß zur Gründung. Unterstützung hätten die Ehrenamtlichen in dem damaligen Bürgermeister Ernst Hubert von Michaelis und später in Rathauschef Gerhard Schaller gefunden, der sich für ein Therapiebecken im Arobella-Freizeitbad eingesetzt habe, sagte Schulze und hob die Unterstützung der früheren Arobella-Geschäftsführerin Kirsten Olsen-Buchkremer hervor. Renate Langer hat 1988 die Leitung übernommen, 70 Mitglieder waren es damals, die durch Bewegungsübungen im warmen Wasser oder im Gymnastikraum die rheumakranken Glieder in Bewegung hielten. Im zehnten Jahr gehörten der Gruppe 142 Mitglieder an. Bei den Neuwahlen 1997 übernahm Karin Schulze die Leitung – unterstützt von dem langjährigen Geschäftsführer des Landesverbandes, Reinhard Wirsing. Beim 20-jährigen Bestehen zählte die Selbsthilfegruppe 220 Mitglieder.

Mehr in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 17. Oktober.

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