Bad Arolsen

Richtiges Verhalten am Bahnübergang - Rückbesinnung auf die Fahrschule

- Bad Arolsen (-es-) Von den 30 Bahnunfällen, die sich 2008 auf den 1300 Schienenkilometern zwischen Kassel, Fulda und Gießen ereignet haben, wurden 8 Kollisionen auf den gut 25 Kilometern zwischen Volkmarsen und Korbach registriert. Kein Wunder also, dass sich die Bundespolizei diesen Unfallschwerpunkt als Schwerpunkt für ihre Aufklärungsarbeit ausgesucht hat. 15 Beamte waren gestern zwischen Twiste und Külte im Einsatz.

Auf 350 000 Euro summierten sich die Schäden bei diesen acht Unfällen. Außerdem wurden zwei Pkw-Fahrer verletzt. Damit sich solche Zwischenfälle nicht wiederholen, hat die Bundespolizei zusammen mit der Bahn jeden Unfall genau analysiert. Dabei wurde geklärt, ob die Beschilderung missverständlich ist oder vielleicht die Verkehrsführung zu unübersichtlich. In allen Fällen aber hatten die beteiligten Autofahrer offensichtlich die guten Ratschläge aus der Fahrschule zum richtigen Verhalten an Bahnübergängen vergessen. Schließlich ist an Bahnübergängen besondere Vorsicht geboten. Schienefahrzeuge, die sich mit 60 bis 80 stundenkilometern bewegen, haben einen Bremsweg von über 500 Metern. Deshalb sind Bahnübergänge besonders ausgeschildert. Es gibt Warnbaken in 240, 160 und 80 Metern Entfernung. Das Andreaskreuz signalisiert unmittelbar vor dem Bahnübergang, dass der Schienenverkehr Vorrang hat. Die Verkehrssituation am Helser Bahnhof ist in dieser Art wohl einzigartig mit zwei ungewöhnlich nahen beschrankten Banhnübergängen an zwei stark befahrenen Straßen. Gerade für den Verkehr aus Richtung Massenhausen besteht die Gefahr von Rückstaus, wenn Rechtsabbieger in Richtung Mengeringhausen an der Parkplatzausfahrt des Bahnhofs eine Lücke für den Perkplatzverkehr lassen. Für diese Fälle aber gibt es Vorschaltampeln. Gelbes Licht bedeutet ebenfalls Halt für alle Verkehrsteilnehmer vor dem Bahnübergang und Räumen für diejenigen, die ihn gerade noch passieren. Besonders gefährlich sind zudem die unbeschrankten Bahnübergänge zwischen Fischhaus und Wetterburg, wo auf 500 Metern fünf Feldwege kreuzen. Auch hier ist es schon mehrfach zu Zusammenstößen zwischen Regionalexpresszügen der Kurhessenbahn und Pkw-Fahrern gekommen. Mit Hausbesuchen bei den direkt betroffenen Aussiedlerhöfen haben Beamte der Bahnpolizei gestern noch einmal die Gefahrenpunkte angesprochen. Mehr lesen Sie in der gedruckten Ausgabe dieser Zeitung.

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