Große Bühne zur 300-Jahr-Feier der Stadt

Dieses Rockfest am Barockschloss gibt's nur einmal in Bad Arolsen

Einzigartig wird es sein: Die BARock AG plant ein Rockkonzert am 29. Juni zur 300-Jahr-Feier der Stadt Bad Arolsen direkt vor dem Schloss. Von links: Alexa Wild, Adrian Grimm (vorne), Guido Thomas, Sebastian Franke und Gregor Kuwal auf dem Blauen Sofa der WLZ. Foto: Armin Hass

 Bad Arolsen – Das gibt's nur einmal, das kommt nie wieder: Mit dem ersten Rockfestival vor dem Bad Arolser Barockschloss will die BARock AG am 29. Juni die Vielfalt des kulturellen Lebens in der ehemaigen Residenzstadt hörbar machen. Anlass bietet die 300-Jahr-Feier der Stadt.

Ganz unerhört sind rockige Klänge im und vor dem Schloss nicht, doch einen ganzen Rockabend vor der Fürstenresidenz hat es bisher noch nicht gegeben.

Alternative zu Klassik und Barock

Nach Barock-Konzerten, dem Musical Phantom der Oper mit Deborah Sasson oder der TV-Aufzeichnung eines volkstümlichen Abends mit Marianne und Michael und dem aus Helsen stammenden Star-Trompeter Walter Scholz lassen es die Barocker aus Arolsen just im 300. Jahr nach der Stadtgründung richtig krachen.

Mit der Bitte, zum Jubiläum ein Alternativprogramm zu bieten, traf die Stadt Bad Arolsen bei der 2015 gegründeten BARock AG auf offene Ohren. Schließlich ist der 33 Mitglieder zählende mit Erfolg angetreten, junge musikalische Talente zu fördern, ihnen und etablierten Gruppen die passende Bühne für Konzerte zu bieten.

Offene Ohren für Festival-Pläne

Auch Hausherr  Carl Anton Prinz  zu Waldeck und Pyrmont zeigte sich für die Pläne von Stadt und BARock AG aufgeschlossen. Am 29. Juni , zu Beginn der Sommerferien, werden die eigens gebildete Band Alpha Project , die zehnköpfige Gruppe Barocker und Strange Coffee auf einer zehn Meter breiten und sechs Meter tiefen Bühne sowohl akustisch als auch mit E-Gitarren eigene Stücke und Rockhits weltbekannter Bands spielen.

Stage Attack aus Canstein stellen die Bühne vor dem Schloss auf und richten Licht- und Tontechnik ein. Das Festival Rock am Schloss werde einzigartig sein, bekräftigen die BARock AG-Aktiven. Es ist nur möglich, weil die Stadt als Ideengeber im Rahmen der 300-Jahr-Feier die Veranstaltung mit eigenen Mitarbeitern unterstützt. 

Start mit Akustikband

Treue Spender und Firmen fördern das Festival auch finanziell. „Gerockt wird umsonst und draußen“, betont Guido Thomas von der BARock AG. Dazu gibt es Speisen und Getränke, die die Mitglieder der BArock AG anbieten. Der Lions Club wird einen Weinstand einrichten.

Die Schlosskurve wird für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt, um ein unbeschwertes Konzerterlebnis zu ermöglichen. Das beginnt mit der vierköpfigen Band Alpha Project. Gegen 17.30 Uhr werden sie mit Akustik-Rock auf die folgenden Bands einstimmen. Danach kommen Strange Coffee auf die Bühne, die bereits mit akustischen Rocksongs bei vielen Konzerten das Publikum in Stimmung brachten.

Zum krönenden Abschluss des Festivals werden die Barocker vor dem Residenzschloss loslegen.

Noch mehr Rock in der Barockstadt

Für die BARock AG ist das Fest vor dem Schloss eine besondere Herausforderung. Denn genau vier Wochen vorher wird von ihr zum Abschluss der Barock-Festspiele das vierte City-Rock-Festival auf dem Kirchplatz ausgerichtet. 

Und am 9. November, am 30. Jahrestag des Mauerfalls, soll das Festival BARock-Stage starten, für das noch eine Band aus der thüringischen Partnerstadt Bad Köstritz gesucht wird. 

Netzwerke für Musiker

„Bad Arolsen ist eine Musikstadt“, erklärt Guido Thomas. Ein Schwerpunkt liegt auf Klassik und Barock. „Wir wollen mit der BARock AG das Angebot komplettieren und das Gesicht der Kulturstadt vervollständigen.“ Dazu schaffe der Verein Netzwerke mit jungen Musikern und vermittle er Auftritte, sagt Gregor Kuwal.

 Zur Nachwuchsförderung trägt der Verein mit Workshops von namhaften Musikern bei, die wiederum durch Veranstaltungen wie Rock am Schloss mitfinanziert werden können. Die „Barocker“ freuen sich, dass die von ihnen betreuten Newcomer vorangekommen sind und durch die teils freundschaftlichen Verbindungen auch im Raum Marsberg und aus der sauerländischen Region Bands auftreten.

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