Konzept des ökologischen Landbaus überzeugt die Jury

Rocklinghausen liegt gut im Rennen

Geschäftsführer Bernd Kramer (r.) informiert die Jury im Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau über das Konzept auf dem Hofgut Rocklinghausen bei Twiste. Foto: Simshäuser

Twistetal-Twiste - Im Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau hat es das Hofgut Rocklinghausen unter die letzten fünf Bewerber geschafft. Bei einem Ortstermin sah sich die Jury auf dem Biohof bei Twiste um.

Mit so einem Auflauf hatten die Kühe im Melkstand nicht gerechnet. Und auch bei den Mitarbeitern gab es ein freudiges Hallo, als eine ganze Delegation interessiert den Ablauf des Abendstalldienstes verfolgte. Vertreter des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, das den begehrten Preis verleiht, der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Josef Jacobi als Aufsichtsratsvorsitzender der Upländer Bauernmolkerei und ein Filmteam ließen sich von Einrichtungsleiter Bernd Kramer den Alltag auf dem Hofgut des Lebenshilfe-Werks Waldeck-Frankenberg zeigen.

Schließlich sind für den Bundeswettbewerb innovative Konzepte und Ideen gefragt, die den gesamten Betrieb oder dessen Teilbereiche umfassen, wie Jury-Vorsitzender Dr. Helmut Röscheisen erklärte. Beim Hofgut Rocklinghausen sei dies in erster Linie sicherlich das seit über dreißig Jahren erfolgreich praktizierte Konzept, Menschen mit geistigen und seelischen Behinderungen einen Arbeits- und Lebensmittelpunkt in einem landwirtschaftlichen Betrieb zu bieten.

Insgesamt hatten sich 52 Betriebe für den Bundeswettbewerb beworben. Fünf kamen in die engere Auswahl, drei Betriebe werden am Ende mit jeweils 7500 Euro Preisgeld auf der Internationalen Grünen Woche 2015 prämiert. Gute Chancen, dabei zu sein, dürfte das Hofgut Rocklinghausen nach dem Ortstermin haben. Neben Einblicken in den Melkstand, die Viehställe und den Kartoffelschälbetrieb stellte Bernd Kramer das weitere Konzept der Einrichtung vor, in der rund fünfzig Menschen leben und tätig sind. Dazu gehört die Beteiligung in Erzeugergemeinschaften wie dem Wal­decker Bioschwein, der Bioland-Gruppe Korbach, der Upländer Bauernmolkerei oder den Kleeblatt-Regionalwarenläden. Darüber, wie sich eigentlich die Vermarktung der auf dem Hofgut hergestellten Waren gestaltet, hatte sich die Jury zuvor im Korbacher Corvita-Laden informiert. (sim)

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