"Waldbegang" von Volkmarser Delegation bei Egger

Rohstoff Holz wird knapper

Volkmarsen/Brilon - Wie Waldecker Holz zu Spanplatten für die 
Küchenmöbelhersteller und andere Produkte 
verarbeitet wird, 
konnten Teilnehmer des Waldbegangs der Stadt Volkmarsen beim Besuch der Firma Egger in Brilon erleben.

Volkmarsen/Brilon (-ah-). Mit 1088 Mitarbeitern ist das vor 23 Jahren mit gerade knapp 200 Beschäftigten eröffnete Werk ein wesentlicher Bestandteil der 
international tätigen Egger-Gruppe mit Sitz in Österreich. Tausende Kubikmeter Holz werden dort primär zu Spanplatten für Küchenhersteller am Ort und in Lippe-Herford verarbeitet. Dazu werden aus einem 
Umkreis von 200 Kilometern Fichte, Kiefer oder Buche in Lkw oder per Bahn angeliefert. Seit ein paar Jahren besteht das hochmoderne Sägewerk, 
in dem primär für den Bausektor Holz geschnitten wird. Die Stadt Brilon als größter kommunaler Waldbesitzer in Deutschland profitiert durch die vertraglich vereinbarte 
Abnahme von Holz durch Egger. Die Forstbetriebsgemeinschaft Waldeck, zu der auch die Stadt Volkmarsen mit ihrem 
relativ kleinen, aber wirtschaftlich interessanten Waldbestand gehört, liefert von den insgesamt 30 000 Festmetern 7000 als Schnittholz an Egger. Doch der Bedarf an Holz, mit dem Egger zu konkurrenzfähigen Preisen produzieren kann, steigt so stark, dass Recycling von Spanplatten überlebenswichtig geworden ist, 
wie Ludger Meinert (Verkaufsförderung Egger) deutlich 
machte. Inzwischen wird die Rückintegration gepflegt, so dass 
im russischen Gagarin etwa 80 000 Hektar Wald selbst bewirtschaftet werden, und ohne 
die Forstverwaltung als Mitt-
ler wird zunehmend Holz im Wald selbst geworben. Die neueste Entwicklung zielt darauf ab, alte Möbel und anderes 
gebrauchtes Holz zu sammeln und in den Produktionspro-
zess einzubringen. Gesammelt wird in England und inzwi-schen in Lehrte bei Hannover. Ein wichtiger Baustein ist das eigene Holzheizkraftwerk, mit dem der Strombedarf gedeckt und Abwärme für die Herstellung der Platten genutzt wird.Kritisch gesehen wird sowohl bei den Waldecker Holzproduzenten als auch bei Betrie-ben wie Egger eine vor allem von den Umweltverbänden geforderte aufwendigere Zertifizierung des Rohstoffs nach FSC (Fo-rest Stewardship Council), bis-
her hatte PEFC voll ausgereicht.

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