Kindergarten am Königsberg

Rotaryclub spendet 200 Bäume für den Stadtwald in Bad Arolsen

Wiederaufforstung im Stadtwald mithilfe des Rotary-Clubs Korbach-Bad Arolsen. Von links: Ulrike Schwarzer, Bürgermeister Jürgen van der Horst, Revierförster Dieter Kisselbach, Rotary-Präsident Andreas Schwarzer, Horst Limbach und Willy Schaumburg.
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Wiederaufforstung im Stadtwald mithilfe des Rotary-Clubs Korbach-Bad Arolsen. Von links: Ulrike Schwarzer, Bürgermeister Jürgen van der Horst, Revierförster Dieter Kisselbach, Rotary-Präsident Andreas Schwarzer, Horst Limbach und Willy Schaumburg.

Rotarier stiften 200 Bäume für den Stadtwald in Bad Arolsen und fördern Waldpädagogik

Bad Arolsen – Mit finanzieller Hilfe des Rotaryclubs Korbach-Bad Arolsen schließt sich eine Lücke an einer Außenstelle des Kindergartens Königsberg im Stadtwald und wird etwas für die Waldpädagogik getan.

Das wurde gespendet

Für 2500 Euro haben die Rotarier nach Beratung mit dem Kommunalwald-Revierförster Dieter Kisselbach 200 Bäume aus 18 Arten gekauft, die den steigenden Temperaturen und zunehmender Trockenheit trotzen sollen.

Die Kindergartenkinder könnten dann erleben, wie wichtig ein nachhaltiger Umgang mit Natur für die kommenden Generationen ist, so Rotary-Präsident Andreas Schwarzer. Die Spende sei auch das Ergebnis einer Beratung unter den zehn nordhessischen Clubs, die sich für eine Unterstützung der Wiederaufforstung in den von Stürmen, Hitze und Insekten zerstörten Wäldern entschieden. Demnächst sollen am Ettelsberg sogar 2000 Bäumen gepflanzt werden, so Schwarzer.

Engagement der Bürgerschaft

Bürgermeister Jürgen van der Horst lobte das inzwischen vielfach gezeigte bürgerschaftliche Engagement. Die Menschen schmerze der Anblick toter Fichten.

„Ein toller Tag für den Förster“, lobte Kisselbach die Spende der Rotarier für die Wiederaufforstung und die Zwecke der Waldpädagogik, für die auch an der alten Panzerwaschanlage eine große Fläche neu bepflanzt wurde.

Das macht es einfacher

Es sei klasse, dass abseits strenger Förderrichtlinien eine erneute Bepflanzung mit verschiedenen Laub- und Nadelbäumen gelinge. Die Trupps von rund zehn Bäumen bepflanzten Flächen seien zum Schutz gegen den Verbiss durch Rehwild eingezäunt worden. In den ersten zwei, drei Jahren seien die Schwierigsten für die Bäumchen, von denen einige wahrscheinlich eingingen und ersetzt werden müssten. Darüber hinaus werden sich einige Arten von selbst aussamen.

Nach dem Absterben von vielen Bäume stelle sich die Frage, ob die toten Fichten geräumt werden sollten oder ob man die Fläche der Natur überlassen sollte. Abgestorbene, stehende Fichten würden Schatten spenden. Doch Pflanzen in der Naturverjüngung würden durch das Wild verbissen.

Das spricht für Pflanzungen

Zudem würden sich vorrangig Fichten selbst säen, auf die bei der Wiederaufforstung in diesen Lagen nicht mehr gesetzt wird. Obendrein ergäben sich an solchen viel begangenen Wegen Probleme mit der Verkehrssicherheit.

Schließlich lieferten die Baumarten Holz in Spitzenqualität. Als Rohstoff sei heimisches Holz klimaneutraler als die Baustoffe Stahl, Beton oder Glas. Niedrigen Schätzungen zufolge lasse sich der Wert von einem Hektar Wald aufgrund der Filtration des Wassers oder der Kohlendioxidaufnahme mit 200 Euro beziffern, die bisher nicht veranschlagt würden.

Angebot zum Lernen

Für Kindergartenkinder werde sich in den nächsten Jahren ein interessanter Ort zum Spielen und Lernen entwickeln. Rotary-Präsident Schwarzer ergänzte, dass noch eine Tafel mit Informationen über das neu angelegte Waldstück an der Außenstelle des Kindergartens Königsberg aufgestellt werden soll wird.

Auf der 4000 Quadratmeter großen Fläche des Arolser Stadtwalds am Braunser Weg können bis zu 25 Baumarten gedeihen.

Robuste Baumarten

Allein 200 Bäumchen aus 18 Arten wurden oder werden noch in diesem Jahr gepflanzt, wie Kommunalwald-Revierförster Dieter Kisselbach erklärt. Im Kindergartenwald wachsen Arten, die höhere Temperaturen vertragen und mit geringeren Niederschlägen auskommen

Von der Vogelkirsche bis zur Elsbeere, von der Schwarzen Walnuss bis zur Libanon-Zeder reicht das Spektrum der neueren Arten an dem Standort. Küsten- und Nordmanntanne, Europäische Lärche oder Douglasie zählen zu den nunmehr favorisierten Nadelbäumen. Aus vorhandenen Beständen oder Sämereien im Boden dürften zusätzlich Kiefer, Fichte, Birke, Zitterpappel und Weide wachsen.

1000 Hektar Stadtwald

Derzeit wachsen im insgesamt 1000 Hektar großen Stadtwald 30 verschiedene Baumarten. In weiten Bereichen sind jedoch Fichten zerstört. (Armin Haß)

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