Mehr Planbetten erhöhen die Wirtschaftlichkeit

Rückenwind für Schön-Klinik

Gute Nachricht für die Schön-Klinik: Die Zahl der psychosomatischen Planbetten auf 290. Darüber freuen sich Klinikleiter Dr. Christian Raible (l.) und Chefarzt Dr. Thomas Gärtner (r.) und danken dem Landtagsabgeordneten Armin Schwarz, Bürgermeister Jürgen van der Horst sowie Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel für ihren Einsatz. Foto: Elmar Schulten

Bad Arolsen - Die Schön Klinik Bad Arolsen kann die Zahl ihrer Planbetten von 145 auf 290 verdoppeln. Damit wird die Klinik zum größten psychosomatischen Fachkrankenhaus in Hessen.

Für die entsprechende Anerkennung im Krankenhausplan hat die 2006 eröffnete Klinik seit 2008 gekämpft. Entschieden wurde jetzt im Wiesbadener Sozialministerium nach Prüfung eines strengen Anforderungskatalogs.

Das Land sah sich angesichts der zahlreichen Anträge von verschiedenen Kliniken in ganz Hessen zu dieser hohen Hürde gezwungen. Die Schön Klinik reichte ein rund 200 seitiges Papier ein und erfüllte nach Prüfung des Ministeriums alle geforderten Kriterien.

Zur Bekanntgabe der Erweiterung kamen Dr. Wolfgang Dippel, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, der CDU-Landtagsabgeordnete Armin Schwarz und Bürgermeister Jürgen van der Horst in die Schön Klinik.

„Das ist ein hervorragender Tag für den Gesundheitsstandort Bad Arolsen“, frohlockte der Rathauschef: „Die Qualität stimmt. Die Schön-Klinik besetzt eine hervorragende Position auf dem Gebiet der Psychosomatik.

Das bestätigte auch Staatssekretär Dippel: „Als Nordhesse freue ich mich über die Stärkung der Region, als Staatssekretär freue ich mich, dass alle geforderten Kriterien vollumfänglich erfüllt werden und beglückwünsche die Schön Klinik zu dieser Leistung.“

Landtagsabgeordneter Armin Schwarz wies auf die Wettbewerbssituation unter den Kliniken hin.

Es mache jedoch keinen Sinn, die Planbetten nach politischem Good-Will zu verteilen. Vielmehr müssten die vorhandenen Kompetenzen vor Ort gestärkt werden.

Neben der Erhöhung der Bettenzahl im Landeskrankenhausplans darf sich die Fachklinik auch noch über zwölf zusätzliche tagesklinische Plätze freuen. Das Sozialministerium genehmigte der Schön Klinik außerdem, in Zukunft Jugendliche unter 18 Jahren psychosomatisch zu behandeln.

Wenn die Jugendlichen ab 14 Jahren im Verlauf ihrer Behandlung wieder schulfähig werden, ist eine kurzfristige Aufnahme als Schüler der Christian-Rauch-Schule möglich.

Die gute Nachricht aus Wiesbaden bedeutet übrigens nicht, dass auch nur ein einziges zusätzliches Bett in der Klinik am Hofgarten aufgestellt wird.

Vielmehr können die vorhandenen 300 Betten künftig anders mit den Krankenkassen abgerechnet werden.

Bisher galt etwa die Hälfte der Schön-Klink als Privatpatienten-Klinik. Zusätzliche Kassenpatienten wurden mit erheblichen Abschlägen für die Klinik abgerechnet.

So bedeutete die Verdopplung der Planbetten eine deutliche Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Klinik. Die vor Jahren schon angedeutete Erweiterung könnte in den kommenden Jahren erneut diskutiert werden.

Doch solche Überlegungen schiebt Klinikleiter Dr. Christian Raible noch weit in die Zukunft: „Die Entscheidung aus Wiesbaden gibt uns Rückenwind. Das ist ein Erfolg aller unserer 280 Mitarbeiter.“

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