Bebauungsplan beschlossen

Rückhalt in Stadtverordnetenversammlung für Brauhaus-Pläne in Bad Arolsen

Im Bebauungsplan Helisosteig/Untere Kaulbachstraße soll im Rahmen der Brauhaus-Pläne die Möglichkeit eines Wanderparkplatzes festgeschrieben werden. Realisiert werden können sie nach jetziger Lage noch nicht.
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Im Bebauungsplan Helisosteig/Untere Kaulbachstraße soll im Rahmen der Brauhaus-Pläne die Möglichkeit eines Wanderparkplatzes festgeschrieben werden. Realisiert werden können sie nach jetziger Lage noch nicht.

Mit großer Mehrheit stimmte die Stadtverordnetenversammlung für den Bebauungsplan „Helisosteig/Teilbereich Untere Kaulbachstraße“, mit dem das Planungsrecht für das Brauhaus-Projekt des Hotelkaufmanns Alexander Fitz geschaffen wird.

Bad Arolsen – Ein Wanderparkplatz oberhalb des Schlossteichs ist in der Stadtverordnetenversammlung jedoch in die Kritik geraten, und die Grünen lehnen diesen Teil des Bebauungsplanes ab.

Matthias Van der Minde, neu für die Grünen in der Stadtverordnetenversammlung, fiel nach eigenen Worten die Rolle des „Spielverderbers“ zu, der sich gegen einen solchen Parkplatz aussprechen solle. „Wir sind“, betonte der für Sophia Schürmann nachgerückte Stadtverordnete, „nicht gegen die Brauerei, ganz im Gegenteil.“

Die Grünen seien aber gegen einen Wanderparkplatz, der keinen messbaren Erfolg für den Erfolg des Brauhauses bringen würde, „den wir aber erhoffen.“ Aber es gebe negative Auswirkungen auf die Tierwelt, speziell die Frösche, die dort wanderten. „Ansonsten stehen wird dem Projekt sehr positiv gegenüber.“

Gegen die Schaffung von Pkw-Stellplätzen hat die Fürstliche Hauptverwaltung als Eigentümerin einer Parzelle erhoben. Die Stadt will jedoch im Bebauungsplan wenigstens die Möglichkeit eines Wanderparkplatzes erhalten. Dieser Absicht im Bebauungsplan schlossen sich die übrigen Stadtverordneten letztlich auch an.

„Offenbar will niemand einen solchen Parkplatz haben. es soll nur die Option gesichert werden“, erklärte dazu Reiner Freudenstein (SPD). Nach seiner Einschätzung müsse es nochmals ein planungsrechtliches Verfahren geben, wenn tatsächlich dort Stellflächen geschaffen werden sollten.

Die Stadtverordnetenversammlung hat bisher mehrfach den Plänen für die Umgestaltung und Aufwertung des Brauhausareales sowie den Bau einer neuen Brauerei an der Violinenstraße zugestimmt. Dass der Investor auch in der Corona-Krise daran festhalte, hatte zuletzt in einer vorangegangenen Ausschusssitzung Petra Gerhold erklärt, sie ist bei der Stadt im Bereich Bauen und Liegenschaften tätig.

Fitz selbst hatte im Mai gegenüber der WLZ erklärt, dass er das Projekt nach wie vor verfolge, dass es aber später realisiert werde als bisher geplant.

„Es ist ein Vorzeigeprojekt für unsere Stadt“, bekräftigte die FDP-Stadtverordnete Helgar Schlattmann in der jüngsten Sitzung. „Wir hoffen sehr, dass das Vorhaben zur Ausführung kommt.“ (Von Armin Haß)

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