Wasserversorgungsnetz in Diemelstadt an Brunnen in Warburg angeschlossen

Schicht am Schacht in Scherfede

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Wasser marsch! Symbolisch öffnen der Bauamtsleiter Diemelstadt, Eckhard Bodenhausen (rechts im Bild), und der Technische Leiter Stadtwerke Warburg, Helmut Schmitz, den Schieber am Brunnen Scherfede für die Wasserversorgung in Diemelstadt. Im Hintergrund (

Diemelstadt/Warburg - Diemelstadt ist endlich an das Wasserversorgungsnetz von Warburg angeschlossen worden. Der Schieber am Übergabeschacht Scherfede wurde gestern symbolisch geöffnet.

Seit Mittwoch fließt bereits das Wasser aus dem Brunnen an der Trift in Scherfede zum Hochbehälter Wrexen und von dort nach Rhoden und Wrexen. Ab Frühjahr soll auch Wethen angeschlossen werden. Das Wasser ist weicher als das bisher aus Diemelstadt zugeführte Nass. Zudem kann es unbedenklich für die Zubereitung von Säuglingsnahrung verwendet werden. Vertraglich ist pro Jahr eine Lieferung von 250000 Kubikmetern vereinbart worden.

Puzzle

1,2 Millionen Euro sind insgesamt in das Projekt geflossen, das mehr als nur die Verlegung einer 5,5 Kilometer langen Leitung umfasst. In diesem Betrag enthalten ist der finanzielle Aufwand für die Erneuerung der Ortsleitung in Scherfede sowie die Verlegung von Stromkabel und die Wiederherstellung der Straße. Der Brunnen an der Trift, einer von sieben im Stadtgebiet Warburg, belieferte bereits die Ortsteile Scherfede, Rimbeck und Hardehausen.

Geplant war die Lieferung des Wassers ab 1. Januar. Doch Projektleiter Dipl.-Ing. Michael Rempe (Oppermann GmbH) freut sich, dass weder die Bauzeit noch die Baukosten überschritten wurden. Er verglich das Vorhaben mit einem detailreichen Puzzle, in dem alles gut zusammenpasste. Allerdings waren unter anderem ein Staatsvertrag, die kartellrechtliche Genehmigung wegen der Beteiligung der Stadtwerke Warburg sowie detaillierte Planungen und entsprechende Bauaufsichten für die Unterquerung der Bahnlinie sowie der beiden Bundesstraßen erforderlich.

Seit Juli wurde an mehreren Stellen zwischen Hochbehälter Wrexen und Scherfede gleichzeitig gebaut. Durch Versammlungen mit den Anliegern und Landwirten waren alle Beteiligten vorab so gut informiert, dass nach Auskunft von Rempe keine Beschwerden kamen. Dies sei auch das Verdienst der Baufirmen Nolte Warburg/Beve­rungen und Heckmann/Brilon. Dabei mussten die Arbeiter auch Rücksicht auf das Schützenfest in Scherfede nehmen, damit der dortige König problemlos nach Haus kam.

Die ersten Verhandlungen fanden vor zwei Jahren statt. Vor eineinhalb Jahren unterzeichneten die Bürgermeister der Städte Warburg und Diemelstadt endlich den Vertrag über die Belieferung mit Warburger Wasser.

Weicheres Wasser

Der Härtebereich lag bisher bei drei (hart). Das Wasser aus Scherfede ist mit zwei im mittleren Bereich.

Weitere Informationen bei der Stadt Diemelstadt, Telefon 05694/97980, und im Internet bei den Stadtwerken Warburg: http://www.stadtwerke-warburg.de/images/stories/Downloads/trinkwasseranalyse_scherfede.pdf .

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