Mengeringhäuserin startete Schlange aus bunten Steinen

Aktion während Corona-Zeit: Mehr als 200 Mal Farbe und Hoffnung

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Bunt und mit Sprüchen verziert: Steffi Eisenreich an der Burscheneiche, wo die Steine gesammelt werden.

Manche sind knallbunt, andere zeigen Tiere wie Käfer oder Raupen, wieder andere tragen Botschaften wie „Bleibt gesund“: Weit mehr als 200 Steine liegen mittlerweile unter dem kleinen Baum an der Mengeringhäuser Schafstränke.

Steffi Eisenreich hatte die Aktion angestoßen, um etwas Farbe und Hoffnung in den Corona-Alltag zu bringen, wie sie sagt.

Am 1. April legte sie den ersten Stein und dazu einen handgeschriebenen Zettel: „Liebe Kinder, liebe Spaziergänger, malt doch Zuhause einen Stein an und legt ihn an diese Schlange an. Mal sehen, wie lang sie während der „Corona-Zeit“ wird.“

Wie viele Menschen bislang dem Aufruf folgten, hat sie selbst überrascht. „Damit habe ich nicht gerechnet, ich hätte nicht gedacht, dass es so gut angenommen wird“, sagt die 29-Jährige. Bei Facebook hatte sie die Aktion entdeckt, die es bereits in anderen Städten gab. „Ich wusste nicht, ob es hier auch funktioniert, aber ich fand es so schön.“

Über Facebook bekannt gemacht

Nachdem sie den ersten Stein gelegt hatte, machte sie die Aktion in einer Gruppe bei Facebook bekannt. Seitdem kommen täglich neu bemalte Steine hinzu, viele von Kindern, manche auch von Älteren. Auch ein hölzerner Osterhase hat mittlerweile seinen Platz gefunden unter der Burscheneiche. Wenn sie Zeit hat, schaut sich Eisenreich jeden einzelnen Stein an.

In Zeiten, in denen sich vieles um Negatives dreht, wollte sie mit der Steinschlange etwas Positives schaffen. Egal, was auf die Steine gemalt worden sei, jeder habe dabei Spaß gehabt, sagt die verheiratete Mutter eines zweieinhalbjährigen Sohns. Sie bekommt viele begeisterte Rückmeldungen. Eine Mutter habe ihr geschrieben, dass es für sie und ihr Kind derzeit der Höhepunkt des Tages sei, die Steine anzuschauen.

"Könnte ewig dort liegen bleiben"

Wie lang die Schlange noch werden soll, darüber hat sich Steffi Eisenreich noch keine Gedanken gemacht. Sie hofft einfach, dass viele weitere bunte Steine folgen. Es sei noch jede Menge Platz. „Und von mir aus könnten sie dann ewig dort liegen bleiben.“

Unter dem Hashtag mengeringhäusersteine_corona kann man Fotos seines Steins auch in den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram zeigen. 

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