Bildungseinrichtung avisiert für ehemaliges Grafenschloss

Schloss Landau verkauft

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Das Schloss Landau ist verkauft worden. Foto: Armin Haß

Bad Arolsen-Landau - Das Schloss Landau ist verkauft. Geplant ist eine Bildungseinrichtung in den über 600 Jahre alten Mauern des früheren Grafenschlosses.

Die Gremien des Kreises Waldeck-Frankenberg befassten sich in diesen Tagen mit dem Thema, die Immobilie wurde Anfang dieses Jahres vom Bad Arolser Kaufmann Dipl.-Ing. Thomas Kröll im Auftrag der Waldeckischen Domanialverwaltung zum Verkauf für 990000 Euro ausgeschrieben. Der Verkaufspreis soll nach WLZ-Informationen bei 720000 Euro liegen.

Die Domanialverwaltung, Eigenbetrieb des Landkreises, ist Eigentümerin verschiedener Waldecker Schlösser, darunter auch des Gebäudes in Landau. Dieses war zuletzt ein Alten- und Pflegeheim unter der Regie der Evangelischen Altenhilfe Gesundbrunnen in Hofgeismar. 44 Menschen waren dort beschäftigt, 54 Plätze bot die diakonische Einrichtung. Doch aufgrund des Konkurrenzdrucks in der Region durch neue Pflegeheime wurde der Betrieb eingestellt.

Die Domanialverwaltung hatte sich um Folgenutzungen bemüht. So wurden vor allem die Sozialträger der Region angesprochen. Als im vorigen Jahr alle Bemühungen gescheitert waren, einen neuen Pächter zu finden, beschloss die Domanialkommission den Verkauf der Immobilie.

Dabei sollten die Stadt Bad Arolsen, der Ortsbeirat und das Projekt „Landliebe Landau“ mit eingebunden werden. Knapp ein Jahr nach dem Beschluss für den Verkauf ist nun ein Interessent gefunden worden.

In der kommenden Woche will Landrat Dr. Reinhard Kubat über das Ergebnis der Verkaufsverhandlungen und die neue Verwendung des einstigen Grafenschlosses in der Bergstadt informieren.

Von Armin Haß

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