Bad Arolsen

Schnell ins Internet, aber sicher

- Bad Arolsen (-es-). Superschnelles Internet mit bis zu 350 Megabit pro Sekunde kann ab sofort die Christian-Rauch-Schule für ihre 140 Internet-PCs nutzen. Möglich macht es eine Werbeoffensive des Kabelbetreibers Unitymedia.

Internet, Fernsehen und Telekommunikation wachsen zusammen. Die Grenzen sind fließend geworden. Und so kommt es, dass nicht mehr nur Telefonanbieter den Weg ins Internet weisen, sondern auch die Betreiber der Kabelnetze, von denen sich die gute alte Bundespost mit der Privatisierung der Telekom-Sparte getrennt hatte. Neu ist nun, dass Unitymedia ihr sogenanntes Backbone-Netz, also die Hauptstränge der Datenleitungen, auf Glasfasertechnik umgestellt hat. Der Knotenpunkt in Bad Arolsen ist an ein solches Glasfaserkabel angeschlossen und kann von hier aus deutlich Bandbreiten über die Koax-Kupferkabel an die angeschlossenen Haushalte weitergeben. Während für die den Otto-Normalverbraucher, der bestensfalls mal einen Film über Internet schauen möchte 32-Mbit-Zugänge völlig ausreichend sein dürften, wird vor allem für gewerbliche Nutzer nun auch die128-Mbit-Datenleitung interessant und erschwinglich. Das dies ein Standortvorteil für die Stadt und die angeschlossenen Stadtteile Mengeringhausen, Braunsen und Teile von Landau bedeutet, machte gestern auch Bürgermeister Jürgen van der Horst bei der Auftaktveranstaltung in der Christian-Rauch-Schule deutlich. Doch bekanntlich hat Nordwaldeck noch einige Dörfer, die von solchen schnellen Internet-zugängen nur träumen können. Für die vier Waldecker Bürgermeister bleibt also noch eine Menge zu tun. Vom Aktuellen Unitymedia-Angebot können bislang immerhin die 12 700 Kabelhaushalte im Raum Bad Arolsen profitieren. Aber Unitymedia arbeitet daran, seine weiteren Kabelnetze aufzurüsten. Dass der schnelle Internetzugang auch mit Risiken behaftet ist, lernen die Schüler der Christian-Rauch-Schule übrigens auch. Das Internet wird von den Schülern auf vielfältige Weise, etwa bei der Recherche für Referate, genutzt. Bei regelmäßigen Unterrichtseinheiten zum Thema Sicherheit im Netz und Internetkriminalität werden die CRS-Lehrer von Medienpädagogen der Landesmedienanstalt unterstützt. Schüler der Klasse 7e führten bei der Auftaktveranstaltung vor, was sie gelernt haben. Dazu gehört zum einen der sichere und beinah professionelle Einsatz der Programme zur Präsentation von Referaten, aber eben auch das Wissen um Datenklau, Urheberrecht und die gebotene Vorsicht bei der Preisgabe persönlicher Informationen in sozialen Netzwerken wie Facebook und SchülerVZ.

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