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Schnelles Internet für 40 Dörfer

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Lange hat‘s gedauert, aber jetzt geht‘s los: Die Telekom und zwei andere Anbieter bringen schnelles Internet in 40 Waldeck-Frankenberger Dörfer. Start war in Külte mit Landrat, Bürgermeister, Ortsvorsteher und Planern von der Telekom.

Volkmarsen-Külte - Külte ist das erste von 40 Dörfern, das im Rahmen der gemeinsamen Ausschreibung auf Landkreisebene mit schnellem Internet versorgt wird.

Vor zwei Jahren hatte Landrat Dr. Reinhard Kubat alle Bürgermeister im Landkreis eingeladen, ihre von der Telekom unterversorgten Regionen zu melden, um gemeinsam für schnellere Internetzugänge zu werben.

13 Großgemeinden mit insgesamt 40 Dörfern haben sich beteiligt und fahren in den kommenden Monaten die Ernte ein. Als erste dürfen sich die Külter über einen schnelleren Zugang durch die Telekom freuen.

Allerdings hat das Verfahren hier so lange gedauert, dass in der Zwischenzeit der Mitbewerber Unitymedia vorgeprescht ist und nun alle Kabelhaushalte ebenfalls mit schnellem Internet versorgen kann.

„Wir mussten den Großauftrag ausschreiben“, erläuterte Landrat Dr. Kubat gestern. So komme es, dass neben der Telekom und Unitymedia in manchen Gegenden noch ein dritter Anbieter mit funkgestütztem Internetzugang als Vertragspartner der Kommunen auftritt. Kubat: „Das erhöht den Ehrgeiz der beteiligten Unternehmen.“

Der Landkreis beteiligt sich in allen Fällen mit zehn Prozent der nicht gedeckten Investitionskosten. Und die gehen in die Zigtausende.

Die Telekom rechnet vor, dass ein Kilometer Glasfaserkabel 70000 Euro kostet. Im Fall Külte wird ein solches Kabel von Wetterburg her zu einem Übergabepunkt in Külte verlegt. Von hier aus geht es per Kupferkabel in alle Haushalte.

Ende des Jahres will die Telekom in Külte und in vielen der 40 anderen betroffenen Dörfer mit insgesamt rund 7600 Haushalten je nach Entfernung zum nächsten Knotenpunkt Internetgeschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit pro Sekunde anbieten. Jeder Meter Kupferkabel dämpft das DSL-Signal.

Damit will es der Landrat nicht bewenden lassen: „Danach kommt die nächste Ausbaustufe: Das Internet der zweiten Generation.“

Volkmarsens Bürgermeister Hartmut Linnekugel bekräftigte: Wir sind vor zwei Jahren schnell auf das Programm des Landkreises aufgesprungen und sind jetzt froh, ganz vorne mit dabei zu sein. Das ist wichtig für unsere gewerbliche Entwicklung.

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