Diemelstadt

Schnelles Internet per Richtfunk in die Dörfer holen

+

- Diemelstadt (-es-). Bei der Versorgung aller Dörfer mit schnellem Internetzugang will Diemelstadt nicht auf den Landkreis warten. Die Stadt hat einen Partner gefunden, mit dem das neue Netz schon im Frühjahr funktionieren soll.

„Wir haben alles versucht, die Telekom mit ins Boot zu holen“, schildert Hauptamtsleiter Claus Wetekam die Situation. Das Problem für Diemelstadt mit seiner Grenzlage zu zwei nordrhein-westfälischen Landkreisen und drei Vorwahlnummern sei, dass für das Stadtgebiet drei Zentralen der Telekom zuständig seien. Alle drei hätten aber abgewunken mit Hinweis auf die ländliche Struktur. Wenn eine Versorgung mit Erdkabeln gewünscht sei, dann müsse die Stadt die Investition tätigen. Das aber kann die kleine und finanzschwache Diemelstadt nicht stemmen. Als Alternative bietet sich nun die DSL-Versorgung mithilfe privater Anbieter per Funk an. In Rhoden ist die Versorgung mit DSL 16 000 gesichert. Deshalb soll hier die Zentrale des neuen Netzes sein. Auf dem Dach von Schloss Rhoden soll eine Richtfunkantenne aufgebaut werden, die den Quast auf halber Strecke von Rhoden nach Wethen anstrahlt.Weil der Quast von allen Diemelstädter Stadtteilen aus gesehen werden kann, wird hier ein Antennenmast aufgestellt, der alle anderen Stadtteile mit dem Internet-Signal versorgt. Dann muss nur noch in jedem Stadtteil ein geeigneter Standort für eine Relaisstation gefunden werden.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der WLZ vom 8. Dezember.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare