Sozialminister Stefan Grüttner besucht Schön Klinik

In Arolsen auf depressive Störungen spezialisiert

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Zu Besuch in der Schön-Klinik: Soziaminister Stefan Grüttner (6. von links) schaute in Bad Arolsen vorbei. Zu sehen sind zudem (von links) Klinikleiter Dr. Christian Raible, Chefarzt Dr. Thomas Gärtner, MdB Thomas Viesehon, Erster Stadtrat Helmut Hausmann und MdL Armin Schwarz mit Vertretern der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft im Kreis und deren Vorsitzenden Wilfried Arnold (rechts) sowie der Arolser CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Vanessa Becker (5. von rechts).

Bad Arolsen. Burnout und Depressionen verursachen immer mehr Krankheitstage, wie Chefarzt Dr. Thomas Gärtner vom psychosomatischen Krankenhaus der Schön Kliniken in Bad Arolsen beim Besuch von Hessens Sozialminister Stefan Grüttner berichtete.

Im Gegensatz zum Burnout, das als sozialpsychologisches Problem eingestuft wird, ist eine mit diesem Phänomen verbundene Depression eine klar definierte Erkrankung. Daher wird die Behandlung auch über die Krankenkassen abgerechnet. 

Nachsorge wichtig

Bis zu 40 Tagen verbringen die Patienten zur stationären Therapie in Bad Arolsen, wichtig ist eine gezielte ambulante Nachversorgung. Wie Gärtner berichtete, müssen dafür mehr Therapieplätze bereitstehen, sonst drohen Rückfälle in schwere Depressionen.

 Eine veränderte Arbeitswelt mit komplexeren und verdichteten Abläufen und einer steigenden Mehrfachbelastung bilden den Rahmen für zunehmend diagnostizierte schwere Depressionen, wie Gärtner deutlich machte. 

Die seit Eröffnung der Klinik am Hofgarten 2008 gestiegene Zahl von 50 auf nun 290 Akutbetten im hessischen Landesbedarfsplan spiegelt laut Minister Grüttner die gesellschaftliche Entwicklung wider und den dramatischen Anstieg der Krankenstände in Unternehmen durch psychiatrische und psychosomatische Störungen. Besonders hoch sei der Druck auf Frauen durch familiär bedingte Mehrbelastung.

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