Der Mengeringhäuser Andreas Budde hat einen zertifizierten Herdbuchbetreib

Schottische Hochland-Rinder zum Hobby gemacht

Highland-Rinder aus der Zucht von Andreas Budde aus Mengeringhausen. Ungewöhnlich die unterschiedlichen Fellfarben: Neben Rotbraun  ist auch Schwarz und die Farbe „Dun“, vertreten, ein Grauton mit Strähnchen.
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Highland-Rinder aus der Zucht von Andreas Budde aus Mengeringhausen. Ungewöhnlich die unterschiedlichen Fellfarben: Neben Rotbraun ist auch Schwarz und die Farbe „Dun“, vertreten, ein Grauton mit Strähnchen.

Als Ausgleich für seinen sehr fordernden Beruf als Rettungsassistent hat Andreas Budde die Zucht von schottischen Hochlandrindern mit ihrem zotteligen Fell und den langen, markanten Hörnern für sich entdeckt.

Bad Arolsen-Mengeirnghausen - Mit drei Tieren hat er vor 20 Jahren angefangen. Inzwischen gehören 14 Rinder zur Herde, alles eigene Nachzucht. Jedes Jahr kommen drei bis fünf Kälber hinzu. Auf seinem kleinen Hof fühlen sich auch Ponys, Hühner, Bienen, Katzen und ein Hund wohl.

Budde führt einen ökologisch zertifizierten Herdbuch-Zuchtbetrieb. Das nötige Wissen hierüber hat er sich über viele Jahre angeeignet. Die Kontrollen sind streng. Das Heu für sein Rauffutter macht er selbst. Gut 100 Rundballen braucht er im Jahr, nach einem trockenen Sommer auch mehr.

Großes Herz für Tiere

In seinem Nebenerwerbsbetrieb hat er alle nötigen Werkzeuge vom Schlepper mit Mähwerk bis den Wasserfässern, die er auf allen seinen Weiden bereitstellt, unabhängig davon, ob es auf den Wiesen eine Quelle oder einen Bach gibt. Die Highlands scheinen sich wohlzufühlen, und kommen gleich angelaufen, wenn ihr Züchter mit dem markanten grünen Geländewagen anrollt. Die Tiere wissen: „Wenn der Wagen kommt, dann gibt‘s leckeres Brot und frisches Heu.“

Altes Brot ist für die Highland-Rinder von Andreas Budde eine willkommene Abwechslung vom Heu.

Ursprünglich hatte sich Budde ein paar Schafe zugelegt, mit denen er eine Zucht beginnen wollte „Aber die stanken mir zu sehr. Dann habe ich mich in die Highland-Rinder verliebt. Die sind urwüchsig, genügsam und sehr umgänglich.“

Attraktion bei Tierschauen

Mit seinen schönen Zuchttieren in den Farben Rot-braun, Schwarz und „Dun“, einem Grauton, war Budde in den vergangenen 20 Jahren immer wieder zu Gast bei Tierschauen in Korbach, Rhoden und beim Arolser Viehmarkt. Diese Tierschauen sind ja im zu Ende gehenden Jahr alle ausgefallen.

Zutraulich bis verwöhnt wirken die zotteligen Rinder, die sich hier von Ute Volkhausen füttern lassen.

Aber auch im Alltag freut sich der Highland-Züchter, wenn Eltern mit Kindern an seinen Weiden am Weißen stein oder zwischen der Mengeringhäuser Warte zwischen und der Twister Pyramide stehen bleiben und sich seine Tiere anschauen. „Viele Kinder haben ja noch nie ein Kälbchen gesehen, dass an den Zitzen der Mutter trinkt.“

Dieses Jahr keine Gulsch-Suppe, kein Weihnachtsmarkt

Er selbst genießt die Ruhe und Harmonie, die die Tiere ausstrahlen. Wenn er feststellt, dass ein Kalb diese Harmonie stört, dann entschließt er sich schnell zum Verkauf oder zur Schlachtung. Hier setzt er auf eine Zusammenarbeit mit seinem Mengeringhäuser Züchter-Kollegen, dem Metzger Günter Fritz.

Höchstens drei Tiere lässt Budde im Jahr schlachten. In den vergangenen Jahren konnten die Arolser das besondere Fleisch in der Highlander-Gulaschsuppe probieren, die es regelmäßig beim Arolser Weihnachtsmarkt gab. Aber der fällt ja in diesem Jahr leider auch aus. Ein Glück für die Rinder! (Elmar Schulten)

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