Möglichst früh ein Gefühl für Naturkreisläufe vermitteln

Förderverein unterstützt die Kaulbachschule: Schulgarten eine Augenweide

Die Pflanzung der Johannisbeersträucher steht als nächstes an: über den neu gestalteten Schulgarten der Bad Arolser Kaulbachschule freuen sich (v.l.) Thomas Esche und Tanja Wernz vom Förderverein, Rektorin Rosel Reiff und Initiatorin Annabelle Vogler.
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Die Pflanzung der Johannisbeersträucher steht als nächstes an: über den neu gestalteten Schulgarten der Bad Arolser Kaulbachschule freuen sich (v.l.) Thomas Esche und Tanja Wernz vom Förderverein, Rektorin Rosel Reiff und Initiatorin Annabelle Vogler.

Gemüsebeete, Rasen und ein Teich, der wieder als solcher erkennbar ist: die Kaulbachschule hat ihren Schulgarten kräftig ausgelichtet und neu gestaltet.

Bad Arolsen - Die Initiative zu der arbeitsintensiven Maßnahme ergriff Annabelle Vogler. Vor eineinhalb Jahren kam die junge Biologielehrerin an die Schule und habe sich in den verwahrlosten Garten verliebt, wie Schulleiterin Rosel Reiff berichtet.

Sie sei dankbar, dass die Kollegin die Aufgabe in Angriff genommen habe, sagt Reiff. Da die Arbeit in dem riesigen Gelände alleine unmöglich zu stemmen war, rief Annabelle Vogler eine Projektgruppe ins Leben und holte auch den Förderverein mit ins Boot.

Kräuterspirale und Bänke

Mehrere Lehrer halfen tatkräftig dabei mit, Bäume und Brombeerranken zurückzuschneiden. Der zugewucherte Teich wurde ausgebaggert, neu mit Folie ausgekleidet, bepflanzt und eine Beobachtungsplattform für Kleinlebewesen gezimmert, die ein Stück weit über die Wasseroberfläche ragt.

Treppenstufen führen nun in den unteren Gartenteil, in dem auch die gemauerte Kräuterspirale, vorerst mit Erdbeerpflanzen, neu bestückt und Bänke installiert wurden. Dankbar sind Initiatorin und Schulleiterin dem Förderverein der Kaulbachschule, der das Projekt sofort unterstützte und die gesamte Finanzierung übernahm.

Verständnis für Nautkreisläufe vermitteln

Das Budget belaufe sich auf rund 9000 Euro, ein paar kleinere Ausgaben würden noch hinzukommen, erklärte Fördervereinsvorsitzender Thomas Esche beim Ortstermin. Der Landkreis hat den generalüberholten Schulgarten bereits abgenommen, so dass im neuen Schuljahr losgelegt werden kann.

Naturinteressierte Schüler sind bereits dabei, die Gemüsebeete im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften vom Wildwuchs zu befreien. Schließlich ist der einst vernachlässigte Schulgarten dafür gedacht, Kindern und Jugendlichen ein Verständnis für Naturkreisläufe zu vermitteln.

Der Garten werde vor allem von den Nachmittags-AGs genutzt, unterstreicht die Schulleiterin. Normalerweise ist das eingezäunte Areal abgeschlossen. Schüler dürfen das Gelände mit dem großen Teich nur unter Aufsicht eines Lehrers betreten. (Sandra Simshäuser)

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