Schulweg soll sicherer werden

Bauliche Veränderungen am Bad Arolser Bahnhof: Mehr Licht, Abkürzung versperrt

Ortstermin am neuen Zaun zwischen Tankstelle und Bahnhof: Nach dem tödlichen Unfall einer Schülerin am Helser Bahnhof haben sich Ortsbeirat, Magistrat, Polizei und die weiterführenden Schulen um eine Entschärfung der Gefahrenstellen bemüht.
+
Ortstermin am neuen Zaun zwischen Tankstelle und Bahnhof: Nach dem tödlichen Unfall einer Schülerin am Helser Bahnhof haben sich Ortsbeirat, Magistrat, Polizei und die weiterführenden Schulen um eine Entschärfung der Gefahrenstellen bemüht.

Nach dem tödlichen Unfall, bei dem im Januar 2019 eine Schülerin am Bad Arolser Bahnhof ums Leben gekommen ist, hat der Magistrat auf eine Entschärfung der Schulwegsituation gedrängt. Den ersten Anstoß gab der Helser Ortsbeirat unter dem Eindruck des tragischen Ereignisses.

Bad Arolsen-Helsen - Bei einem Ortstermin vor dem Bahnhof haben sich jetzt Vertreter des städtischen Ordnungsamtes, der Polizei und der weiterführenden Schulen über die Veränderungen informiert und einen Plan für die Schülerinformation in den ersten Schulwochen des neuen Schuljahres geschmiedet.

Das Amtsgericht Korbach hatte ein Jahr nach dem tödlichen Unfall geurteilt, dass den Busfahrer keine Schuld an dem Unfall treffe. Die Sichtverhältnisse am Bahnhof seien auch nach Einschätzung eines Gutachters so schlecht gewesen, dass der Unfall an jenem Morgen nicht zu verhindern gewesen sei.

Mehr Licht für mehr Sicherheit

Darauf fußend hatte der Magistrat zeitnah einen großen Baum an der Marsberger Straße fällen und ein großes Werbeschild am Bahnhof entfernen lassen. Außerdem wurden Hecken beseitigt, die die Sicht einschränkten.

In den nächsten Tagen sollen andere Leuchten vor dem Bahnhof montiert werden, sodass der Platz künftig deutlich heller erscheinen wird.

Trampelpfad markiert die gefährliche Abkürzung

Als weitere wichtige Veränderung präsentierte Bürgermeister Jürgen van der Horst einen Zaun, der das Tankstellengelände vom Bahnhofsgelände abtrennt.

Ein Trampelpfad an dieser Stelle beweist nämlich, dass viele Nutzer von Bus und Bahn, vor allem aber viele Schüler in den Morgenstunden die Abkürzung über das Tankstellengelände wählen, anstatt vor der Fußgängerampel auf grünes Licht zu warten. Regelmäßig habe man bisher beobachten können, wie ganze „Heerscharen von Schülern“ morgens im Dämmerlicht die breite Korbacher Straße unter Umgehung der Fußgängerampel diagonal in Richtung Schulzentrum überquerten.

Uniformierte helfen bei Regelkunde

Deshalb kündigte der Rathauschef an, dass zu Beginn des Schuljahres Mitarbeiter von Ordnungsamt und Polizei verstärkt Regelkunde im Bereich dieser gefährlichen Kreuzung anbieten würden. Zunächst werde es nur mahnende Worte geben. Wenn nötig, werde man später aber auch deutlicher werden.

Achim Jesinghausen bekräftigte als Leiter der Polizeistation Bad Arolsen, dass die Situation im Kreuzungsbereich des Helser Bahnhofs nicht besonders übersichtlich für die Autofahrer gewesen sei. Zusätzlich zum Schrankenbereich und zur ampelgeregelten Kreuzung habe es viele optische Reize gegeben, die die Autofahrer unnötig abgelenkt hätten. Einige dieser Ablenkungen seien nun beseitigt.

Verkehrsregeln werden wieder Themen im Unterricht

Der Helser Ortsvorsteher Karsten Meyer dankte, dass die Anregungen des Ortsbeirats nun umgesetzt seien. Das alles habe zwar etwas länger gedauert. Das habe jedoch an den vielen Beratungen und Abstimmungen gelegen. Nun sei er gespannt auf die Strahlkraft der neuen Straßenlaternen und appelliere an die Vernunft aller, künftig besser darauf zu achten, sicher von A nach B zu kommen.

Rosel Reiff kündigte als Leiterin der Kaulbachschule an, dass bei der Lehrerkonferenz am letzten Ferientag auf die Neuerungen hingewiesen werde, damit alle Schüler am ersten Schultag entsprechend unterwiesen werden könnten. Das Gleiche gelte für die Christian-Rauch-Schule, wie Christof Müller für die Schulleitung bekräftigte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare