Bad Arolsen: Fast ein Abschiedskonzert für die CRS-Big-Band · Sostmann geht nach Malaysia

Schwelgen in Jazz, Blues und Swing

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- Die lange Big-Band-Nacht in der Fürstlichen Reitbahn bescherte am Donnerstag rund 400 Zuschauern eine Begegnung mit bekannten und spritzigen Melodien aus Jazz, Blues und Swing.Fotos von der langen Big-Band-Nacht finden Sie in dieser Bildergalerie.

Bad Arolsen. Den Abend eröffneten die der japanische Band Leader Dai Kimoto mit seinen Schweizer Swing Kids vom Bodensee. Die flotte Truppe, zu der auch zehnjährige Drei-Käse-Hochs gehören, verfügt über lauter virtuose Solisten am Saxophon und an der Trompete, die von ihrem Meister zu einem homogenen Klangkörper zusammengeführt werden. Ob Pink Panther, Swing, Swing, Swing oder der Blues Brothers Song: bei den Swing Kids reißt jeder Takt vom Hocker. Ganz professionell kam auch - wahrscheinlich ein letztes Mal für lange Zeit - die CRS-Big-Band unter Leitung ihres langjährigen Lehrers Werner Sostmann rüber. Die leuchtenden Aushängeschilder des Smoke Revival Orchestra sind Sängerin Fenja Schmidt, die mit dem Abitur in der Tasche das Ensemble verlassen wird, und Sänger Julian Vollbracht, der bereits im vergangenen Jahr Abitur machte. Fenja glänzte mit der schwedischen Filmmusik Gabriellas Song aus dem Film „wie im Himmel“, während Julian als Reverenz an Robbie Williams „Do nothing till you hear from me“ ins Mikrophon hauchte und damit seine weiblichen Fans begeisterte. Außerdem verlassen am Ende des Schuljahres eine Reihe weiterer guter Musiker die Big-Band. Wenn dann auch noch der Band-Leader an die deutsche Schule in Malaysia wechselt, bedeutet das einen schweren Verlust. Umso beruhigender, dass mit den ehemaligen Band-Mitgliedern und jetzigen Musikstudenten Saskia Erfurth und Stephan Hoffmann zwei fähige Musiker die Fackel weitertragen. Hoffmann hatte während des Musikfestivals auch einen Improvisations-Workshop geleistet. Das Ergebnis präsentierten die jungen Musiker aus Polen, Deutschland, Schweden und der Schweiz unter dem Applaus den begeisterten Publikums. Mit dem rockigen „Superstition“ und dem Blues-Song „Just the Way you are“ empfahl sich die polnische „Jazz Big Band 75“ aus Bydgoszcz. In dieser Stadt findet seit 30 Jahren regelmäßig ein Big-Band-Festival statt. Und es war in Bydgoszcz, wo Werner Sostmann die Idee zum Internationalen Musikfestival in Bad Arolsen abguckte. Jede Big Band, jedes Ensemble hat ihren eigenen Sound, ihren eigenen Drive. So auch die Ungdomsstorband aus dem schwedischen Västerås. Die jungen Leute treffen sich einmal pro Woche um ihren Band Leader Adam Falk und reisen mit einem Repertoire von rund 80 Songs zu vielen Festivals. Nach Bad Arolsen sind sie zum weiten Mal. Und das aus gutem Grund: Ihr grooviger, druckvoller Sound kommt beim Publikum bestens an. Und jedes Mal haben die Schweden eine ausdrucksstarke Sängerin in ihren Reihen. „Street Life“, „Soul Imagination“ und „Dream come true“ waren ihren starken Songs in der Reitbahn. (es) Kraftvoll und mitreißend lebhaft kamen auch die jungen Tänzer der Energy Dance Company aus Kingston im US-Bundesstaat New York daher. Wie professionell die kleinen Tänzer schon sind, wurde deutlich, als wegen einer technischen pane das Playback ausfiele. Nach dem ewigen Bühnenmotto „the Show must go on“ machten die wieselflinken Tänzer einfach ohne Musik weiter. Als dann die Technik wieder mitspielte, bekamen die Energy Dance Kids dann am Ende des Abends noch eine Chance für einen viel bejubelten Auftritt.Applaus auch für ihren Leiter Drew Andrews, der in der vergangenen Woche einen dreitägigen Tanz-Workshop für Schüler der Christian-Rauch-Schule und Kaulbach-Schule leitete.

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