Bad Arolsen

Science-Fiction made in Arolsen

- Bad arolsen (-es-) Künstlerische Inspiration kann man nicht erzwingen. Sie kommt und ist einfach da. Hollywood-Regisseur Neil Johnson findet seine Inspiration ausgerechnet in Bad Arolsen, im Hotel Salewski in der Rauchstraße.

In seinem Büro in Los Angeles kann Johnson einfach nicht arbeiten. Ständig klingelt das Telefon. Immer will irgendwer etwas ganz Dringendes besprechen. „So kann ich nicht arbeiten“, erzählt der sympathische Künstler in einer Arbeitspause im Hotel Salewski. Johnson hat sich auf Science-Fiction-Filme spezialisiert. Er war 1997 einer der Ersten, die einen mit digitalen Effekten gespickten Film (Demons in my head) produziert haben. Die ganz Großen seiner Zunft wie George Lucas (Star Wars) und Stanley Kubrick (2001, Odyssee im Weltraum) riefen damals bei ihm an, um sich über die technischen Details zu erkundigen. Inzwischen sind digitale Effekte aus dem Kino gar nicht mehr wegzudenken. Und auch bei Neil Johnson hat die nächste Generation Großrechner Einzug gehalten. Seine letzte große Filmproduktion, die in den USA die Science-Fiction-Fans entzückt, hat einige Terra-Byte Daten produziert. So berühmt wie George Lucas ist er noch nicht, aber er arbeitet daran. Mit seiner Low-Budget-Produktion „Humanity’s End“, die mit nur 145 000 Dollar auskam, ist er aktuell in amerikanischen Kinos präsent und auch schon einigen größeren Studios aufgefallen. Nun plant er den ganz großen Film, für den er am liebsten fünf Millionen Dollar investieren würde. Um mit seiner Idee die Chefs der großen Verleihfirmen zu überzeugen, muss alles perfekt sein. Deshalb hat er sich in der vergangenen Woche wieder einmal nach Bad Arolsen zurückgezogen und in der Abgeschiedenheit des Waldecker Landes rund 110 Filmminuten auf dem Papier produziert. Umsorgt wird er hier von der Betreiberin des Hotels Salewski, Katja Brüning, die schwärmt, dass ihr regelmäßiger Gast aus Hollywood längst zu einem Teil der Familie geworden sei. In seinem neusten Filmprojekt geht es um eine Reise durch Raum und Zeit. Alle Register der Computeranimation sollen gezogen werden. Um die wenigen realen Schauspieler entstehen eine Armada aus Raumschiffen und eine abenteuerliche Welt aus Bits und Bytes. Jetzt muss nur noch gefeilt werden, dann könnte es klappen, hofft der Autor, Regisseur und Fachmann für digitale Filmeffekte.Wer im Internet auf dem privaten Filmeportal „youtube“ den Namen Neil Johnson eingibt, findet Dutzende seiner Produktionen, unter anderem auch Hinweise auf seine Dokumentationen über die Manowar-Festivals in Bad Arolsen. Doch er kannte Bad Arolsen auch schon vor den Festivals. Mit Manowar hat er keine Verträge mehr, jetzt plant er den ganz großen Film.

Mehr unter www.morphiusfilm.com

Filmtrailer bei YouTube gleich mehrfach

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