So klingt die Region: WLZ-Serie "Musiker im Porträt"

Nachwuchssängerin aus Bad Arolsen: Serena Mallia hatte als Zehnjährige ihren ersten Auftritt

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Nachwuchssängerin mit kraftvoller Stimme: die 14-jährige Serena Mallia aus Bad Arolsen. 

Sie ist erst 14 Jahre alt – und schon eine gefragte Sängerin. Serena Mallia hat mit fünf ihre erste Tonaufnahme gemacht, mit zehn hatte sie den ersten Auftritt auf einer Hochzeit.

Mittlerweile steht sie bis zu anderthalb Stunden bei Feiern und Festen auf der Bühne. Berufswunsch Sängerin? „Schwierig“, findet Serena Mallia. Sie weiß, dass das Musikgeschäft hart sein kann. Ihr aktueller Berufswunsch geht in eine ganz andere Richtung, die Mengeringhäuserin würde gern Lehramt studieren. 

„Aber ich bin ja noch jung und habe Zeit, mich zu entscheiden“, sagt sie. Im Moment spielt die Musik – neben der Schule – die größte Rolle in ihrem Leben. Ob beim Hausaufgaben machen, beim Duschen oder beim Aufräumen: Immer läuft Musik, immer singt sie mit.

Durch die Musik auch Selbstbewusstsein aufgebaut

Ihr Vater Pietro, selbst Musiker, hat seinen Kindern die Leidenschaft zur Musik mit auf den Weg gegeben. Schon mit zwei, drei Jahren hat Serena die ersten Lieder gesungen, meist aus Kinderfernsehserien. Im Alter von sechs Jahren fing sie an, Klavier zu spielen. 

„Ich hatte einfach immer Spaß am Singen“, sagt die Kaulbach-Schülerin. Doch nicht nur das. „Ich habe durch die Musik auch Selbstbewusstsein aufgebaut.“ Die Grundschulzeit sei für sie nicht so toll gewesen, da habe ihr der Gesang geholfen.

Gesangsunterricht hatte die 14-Jährige nie, doch ihr Talent sprach sich schnell rum. Irgendwann sang sie nicht mehr nur bei Verwandten und Freunden auf Feiern, sondern auch öffentlich. Beim Arolser Weinfest stand sie schon auf der Bühne, beim Markt am Schloss in der Residenzstadt, ebenso bei der Inklusionsdisco in Arolsen und bei der Direktvermarktermesse in Battenberg.

Aufregung vor jedem Auftritt

Mit drei bis vier Liedern habe es angefangen, nun sei sie bei einem anderthalbstündigen Programm angekommen. „Vor Auftritten probe ich jeden Tag“, sagt sie. Bei den Festen und Messen, für die sie gebucht wurde, ist dann stets ein Elternteil dabei. 

Mutter Maria Mallia ist stolz auf ihre Tochter, achtet aber auch darauf, dass die Auftritte nicht zu weit weg sind, nicht zu lange dauern und die Schule nicht leidet.

Auch wenn Mutter oder Vater dabei sind: Aufgeregt ist Serena vor jedem Auftritt. „Ganz schlimm“, sagt die Schülerin und lacht. „Aber sobald ich angefangen habe, geht es.“ Und wenn sie sich mal im Text verheddert, improvisiert sie einfach, wie sie sagt.

Noch keine Ahnung von der Welt

Ausschließlich Coversongs singt die Mengeringhäuserin und das aus gutem Grund. Um eigene Texte zu schreiben, müsse man etwas erlebt haben. „Und ich habe noch keine Ahnung von der Welt.“ Sie fokussiert sich lieber auf musikalische Vorbilder wie Christina Aguilera oder Whitney Houston. 

Auch Titel von Ed Sheeran, Mariah Carey und Britney Spears hat sie im Repertoire. Die möchte sie jedoch nicht einfach kopieren. „Ich versuche, die Lieder auf mich anzupassen.“ So kann aus einem ursprünglichen poppigen Song auch mal eine Ballade werden.

Nächster Auftritt beim Weihnachtsmarkt

Die singt sie am liebsten. „Bei Auftritten ist das aber schwierig, denn die Leute wollen lieber tanzen.“ Deshalb feilt sie weiter an ihrer Liedauswahl. Über Youtube bringt sie sich neue Songs bei – und gern auch alte. Aus allen Jahrzehnten mag sie Musik, von Elvis über Michael Jackson, die Backstreet Boys bis zu Shawn Mendes.

Ihre besondere Stimme bleibt im Kopf und schon jetzt hat sie Fans. In Bad Arolsen sei sie schon mal angesprochen worden, und in Battenberg hat sie neulich schon das erste Selfie mit einem Fan gemacht. Wer sie hören möchte: Der nächste Auftritt ist am 28. November, beim Weihnachtsmarkt in Bad Arolsen.

Einige Videos mit dem Gesang von Serena gibt es auf der Facebook-Seite ihrer Mutter Maria Luisa Mallia. Kontakt über Vater Pietro per E-Mail an pietromallia@yahoo.de

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