Sonntagsführung ist idealer Zeitvertreib an einem nassen Wintertag

Skulptur aus Frankreich heimlicher Star im Bad Arolser Museum

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Besonders bemerkenswert ist die Skulptur des Hyazinth des französischen Bildhauers François-Joseph Bosio im Bad Arolser Rauch-Museum. Eine Marmorfassung wird im Louvre in Paris gezeigt. 

Das Christian Daniel Rauch Museum lädt am Sonntag, 2. Februar, um 15 Uhr zur nächsten Sonntagsführung ein.

Bad Arolsen. Das Museum zeigt einen repräsentativen Querschnitt durch die Plastik des 19. Jahrhunderts. Zu den Werken Rauchs treten zahlreiche Werke, die die Entwicklung der deutschen und internationalen Skulptur im 19. Jahrhundert erhellen.

Dazu gehören Bildwerke berühmter französischer Künstler wie Barye, Bosio oder David d’Angers, denen man in deutschen Sammlungen nur selten begegnet.

Ebenfalls zu sehen sind zahlreiche Werke von Hauptmeistern der deutschen Kunstgeschichte wie etwa von dem Berliner Hofbildhauer Gottfried Schadow, von Schinkels engstem Mitarbeiter Friedrich Tieck, von zahlreichen Schülern und Mitarbeitern Rauchs sowie von dem Schweizer Alexander Trippel.

In dieser Zusammenstellung entsteht ein reiches Bild der deutschen und internationalen Kunstszene der Goethezeit mit ihren realistischen Tendenzen einerseits und ihren Bezügen auf die Antike andererseits, die sich die Künstler schöpferisch anverwandelten.

Besonders bemerkenswert ist die Skulptur des Hyazinth des französischen Bildhauers François-Joseph Bosio. Der Jüngling Hyazinth wird von Apoll und von Zephyr geliebt. Aus Eifersucht lenkt dieser eine Diskusscheibe gegen ihn, so dass er tödlich getroffen zusammenbricht. Bosio zeigt Hyazinth vor dem Wurf der Diskusscheibe, selbst verloren und ahnungslos. Rauch lobte den feinen Bronzeguss des Werkes, das als Geschenk an Friedrich Wilhelm III. gelangte. Eine Marmorfassung wird im Louvre in Paris gezeigt.

Der Entritt zur Sonntagsführung kostet fünf Euro, ermäßigt vier Euro.  red

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