Internationales Jugendmusikfestival Bad Arolsen 

So bereiten Chöre Partystimmung  in der Stadtkirche

Mitreißender Gesang: Der Chor der Edertalschule Frankenberg mit Musikern des Ensembles Camerata aus Puebla (Mexiko) beim Jugendmusikfestival in der Stadtkirche Bad Arolsen. Foto: Sandra Simshäuser

Bad Arolsen. „Es war eine Party, mit euch zu arbeiten“: was Workshopleiter Dr. Markus Detterbeck seiner Sängerriege entgegenrief, bestätigte das Stadtkirchenpublikum umgehend mit Fußgetrappel und rasendem Applaus.

Das Chorkonzert Cantamus war einer der Höhepunkte des neunten Jugendmusikfestivals. Vier Formationen hatten zwei Tage lang geprobt, um neue Stücke zu präsentieren. Dass drei der Songs dem südamerikanischen Sprachraum entstammen, passte zudem ganz unverhofft.

Sie arbeiten zusammen

Schließlich steuerte das mexikanische Ensemble Camerata spontan nicht nur seine Spielkunst bei. Die Studenten des Landeskonservatoriums in Puebla reihten sich auch singend noch zwischen die Chöre aus dem estnischen Orissaare, aus Frankenberg und Bad Arolsen ein.

Und der renommierte Workshopleiter, den es schon in der ersten Konzerthälfte kaum auf dem Sitz gehalten hatte, bekam endlich Gelegenheit, seine Musikerschar zu Höchstleistungen anzuspornen: mit einem südamerikanischen Erntetanz, im mexikanischen Volkslied „Cielito lindo“, im Sambarhythmus von „Mas que nada“ und überraschend mit Queens „Don’t stop me now“.

Fiesta der Musici

Ihre musikalische Visitenkarte hatten alle Ensembles zuvor abgegeben. So überzeugte der Kammerchor der heimischen Christian-Rauch-Schule unter Leitung von Steffen Hause mit einem Disney-Medley und Pentatonix-Song. Mitreißende Klang- und Stimmexperimente bot der Chor der Frankenberger Edertalschule mit seinem Leiter Matthias Müller und den Camerata-Musikern.

Die Mexikaner unter Leitung von Maestro Fernando Aguirre Gonzáles bewiesen anschließend, dass sie sowohl Klassik beherrschen wie auch die Kunst, ein Kirchenkonzert in eine rauschende Fiesta zu verwandeln.

Zauberhafte Stimmen

Dem standen die Mädchen vom Orissaare Tütarlastekoor mit ihrer Dirigentin Anne Kann in nichts nach. Sie boten zauberhaften, engelsgleichen Gesang, dazu Tanz und brachten noch ihre Freunde vom Bläserensemble Kuldsed Lehtrid mit. Die Combo spielte die gesamte Pause durch, während die jungen Sänger über den Kirchplatz tanzten. Ein Ende war nach zweieinhalb Stunden Party kaum in Sicht. So ging bei der stehend eingeforderten Zugabe mit dem Traditional „Un poquito cantas“ noch einmal gewaltig die Post ab. (sim)

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