Führender BMW-Ingenieur schraubte in der Jugend in Kohlgrund  an Autos

So fangen Karrieren in der Industrie an

An Entwicklung neuer Fahrzeuge bei BMW federführend beteiligt: Dipl.-Ing. Claus Hübel aus Kohlgrund vor dem BMW seiner Mutter in Rhoden bei seinem jüngsten Besuch. Foto: Armin Haß

 Kohlgrund/Rhoden Es muss in der Verwandtschaft liegen: Claus Hübel, Ingenieur im Entwicklungsbereich des bayerischen Automobilbauers BMW, hat schon in der Jugend an Autos gebastelt und an der Drehbank gejobbt. Zwei Onkel haben den in Kohlgrund aufgewachsenen Maschinenbauingenieur gefördert.

Hübel ist seit 2012 in führender Stellung beim Automobilbauer BMW tätig und federführend an der Entwicklung des neuen 8-er-Sportwagens beteiligt, der ab November in kleiner Stückzahl verkauft werden soll. Eine Rennwagen-Version lief bereits beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans. 

Das verbindet mit Waldecker Land

Den Bad Arolser Kram- und Viehmarkt nahm der verheiratete Vater von zwei Söhnen zum Anlass, um seine Mutter in Rhoden und natürlich Freunde zu besuchen.

In Marsberg geboren, wuchs der heute 43-Jährige in Kohlgrund auf. Mit den dortigen Sportschützen ist Hübel bundesweit zu Wettkämfen gereist. Am Luftgewehr wurde er Hessenmeister.

Sie haben ihn animiert

Doch hat er auch „Benzin im Blut“, sagt Hübel, der diese griffige Formulierung zögernd verwendet – angesichts der Bemühungen um alternative Antriebssysteme und dem Weg heraus aus der Nutzung fossiler Brennstoffe.

Doch genau die Autos, wie sie seit gut einem Jahrhundert mit Verbrennungsmotoren ausgerüstet werden, haben es ihm in früher Jugend angetan. „Schuld“ daran sind die beiden Onkel mütterlicherseits: Hartwig Heine (Canstein) hat sich als Künstler, Autodidakt am Klavier und nicht zuletzt als Konstrukteur eines Motorrads Marke Eigenbau einen Namen gemacht. 

Was machen die Söhne wohl?

Bei ihm, in der Werkstatt in Kohlgrund, hat er als Zehnjähriger an der Drehbank gearbeitet. Manche Spritztour unternahm er auf Feldwegen, nachdem er an den Wagen selbst herumgepottet hat. Sein Onkel Heinrich Heine (Frankfurt) gehört mit Bruder Hartwig zu den Pionieren der Windkraftnutzung im Waldecker Land, bei Adorf ließen sie die ersten Windmühlen aufstellen.

Die beiden Söhne Claus Hübels sind zwar nach Einschätzung des Vaters „Lego-Profis“, ob sie mal in seine Sparte gehen würden, ist freilich offen. Von Hübel können sie sich zumindest abgucken, wie man Häuser selbst konstruiert und baut: in Trudering hat er das Familienhaus weitgehend selbst im Bauhaus-Stil gebaut.

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