Betreten des Fürstlichen Forstes verboten

So gefährlich ist es im Wald rings um Bad Arolsen

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Sturmschäden im Fürstlichen Wald Bad Arolsen. Das Bild mithilfe einer Drohne gemachte Bild entstand über dem Wald an der Großen Stellung.

 Bad Arolsen. Eine drastische Vorsichtsmaßnahme hat das Fürstliche Forstamt ergriffen und für den 3300 Hektar großen Waldbesitz (einschließlich Grünland) ein generelles Betretungsverbot bis Ende Februar angeordnet. Es ist das erste flächenhafte Verbot in der Region. 

35 000 Festmeter vorwiegend Nadelbäume sind durch den Sturm „Friederike“ entwurzelt oder umgeknickt worden. Sperrungen gelten weiterhin auf der Straße zwischen Helsen und Gut Eilhausen oder im Arolser Holz die Verbindung zum Remmeker Feld.

Wie groß ist die Gefahr?

Doch das reicht nicht. So gilt seit gestern das Betretungsverbot, an den Zufahrten zu den Waldbezirken durch entsprechende Schilder gekennzeichnet. Spaziergänger riskieren nach wie vor Leib und Leben, wie der Leiter derFürstlichen Hauptverwaltung, Achim Frese, deutlich macht.

Auch wenn viele Wege freigeräumt seien, so drohten starke Äste abzustürzen oder bereits angeschobene Bäume umzustürzen. Genau dies hat Achim Frese in einem Waldbestand aus sicherer Entfernung selbst wahrnehmen können.

Wie groß sind die Schäden?

Der Sturm ist am 18. Januar mit einem Tempo von über 200 Kilometern in der Stunde allein im Bereich Kohlgrund/Gut Eilhausen übers Land gefegt. Die Feuerwehren waren stundenlang im Einsatz, um die Sicherheit auf den Straßen wiederherzustellen oder eine Walking-Gruppe mit zwei Verletzten zu befreien, die die Sturmwarnung missachteten.

Doch auch in der Folge, als Schneefall noch zusätzlich die Gefahr des Umstürzens von Bäumen oder des Herabfallens von Ästen verstärkte, ignorierten Spaziergänger die Warnungen, wie der fürs Arolser Holz zuständige Förster Oliver Wagemann verärgert berichtet.

Welche Gefahren drohen?

Zwar sind die Hauptwege von umgestürzten Bäumen geräumt, doch bestehen nach wie vor Gefahren. Daher wurde erstmals ein flächenhaftes Betretungsverbot angeordnete.

Wer dennoch den Wald betritt, tut dies auf eigenes Risiko und muss mit einem Bußgeld rechnen. Schließlich wollen die Forstunternehmer ungestört mit der Aufarbeitung und dem Transport beginnen. Die Arbeiten werden mindestens ein halbes Jahr dauern.

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