Jubiläumsfeier in der Kirche zu Landau

So heiter und festlich  klingt Musik der Posaunenchöre

Beeindruckendes Klangbild: Die Posaunenchöre des Altkirchenkreises der Twiste beim Posaunenfest in Landau. Foto: Armin Haß

Bad Arolsen-Landau. Ein wahres Posaunenfest zelebrierten die Bläser aus dem Altkirchenkreis der Twiste bei der 80-Jahr-Feier des Landauer Chors in der voll besetzten Kirche. Alte, vertraute Kirchenmusik erklang ebenso wie swingende Weisen aus dem neueren Evangelischen Gesangbuch plus.

Musizieren und Singen verleihe Kraft und eröffne die frohen Seiten des Lebens, erkannte Pfarrerin Birgit Basteck im Festgottesdienst. Zudem ermögliche die Arbeit im Posaunenchor das Erleben von Gemeinschaft.

Hier spielen die Bläser

Das haben die Bläser aus Nordwaldeck auch bei der gemeinsamen Probe am Vortag des Festgottesdienstes erfahren, bei dem sie dann auf klangvolle Weise verdeutlichten, wie vielseitig auch Amateurmusiker kirchliche Anlässe wie weltliche Veranstaltungen mit ihrer Musik musikalisch gestalten können.

Im Wechsel mit dem gemischten Chor der Bergstadt unter der Leitung von Arno Nolte und mit der Gemeinde umrahmten die Bläser aus Bad Arolsen, Landau, Schmillinghausen, Rhoden, Helmighausen, Vasbeck und Twiste die kirchliche Feier, die allen ein besonderes Gemeinschaftserlebnis bescherte.

So weit reicht das Repertoire

Das Repertoire des Jubiläumschores ist nach den Worten des langjährigen Mitglieds Werner Schäfer so breit gefächert wie nie zuvor. Das sei dem seit 25 Jahren als Chorleiter fungierenden Lars Nolte zu verdanken, der nun aus Olsberg zu den Proben anreist und dabei von Michael Menkel unterstützt wird.

Als der Sohn des langjährigen Leiters und nach wie vor aktiven Bläsers Horst Nolte populäre Musik und swingende Rhythmen, Hits von Michael Jackson, Volkslieder, den Steiger-Marsch der Bergleute, Polkas oder neue Kirchenlieder einführte, da taten sich ältere Musiker zunächst schwer. In seinen 80 Jahren ist der Posaunenchor zu einem festen Teil des Gemeindelebens bei vielen Festivitäten geworden.

Sie musizieren in Posaunenchören

Und mit 17 Musikern zwischen 17 und 79 Jahren sei der Chor noch gut aufgestellt, sagte Schäfer. Zusammen mit 257 weiteren Posaunenhören und gut 4200 Bläsern in Kurhessen-Waldeck seien die Chöre Wahrzeichen der evangelischen Kirche.

40-mal im Jahr treten die Landauer Bläser auf, 20 Ständchen geben sie bei Geburtstagen und Familienfesten. In 45 Proben bereiten sie sich auf ihre Auftritte vor. Schäfer: „Dabei haben wir viel Spaß und erleben ein gutes Miteinander.“ Das konnte auch der Landtagsabgeordnete Armin Schwarz in einem anekdotenreichen Grußwort als früherer Posaunenbläser in Arolsen bestätigen.

Sie sind unverzichtbar

„Ihr seid ein Schatz dieser Kirche, ohne euch würde etwas fehlen“, sagte der Posaunenwart des Altkirchenkreises, Oliver Klaus. Unverzichtbar für das kulturelle Leben sind die Bläsergruppen nach Auffassung von Bürgermeister Jürgen van der Horst.

Außer mit Stadtrat Harry Becker als Musiker könne der Magistrat leider nicht viel mehr Unterstützung bieten, blickte der Rathauschef schmunzelnd in die Runde. Immerhin bliesen noch die ehemaligen Bürgermeister aus Arolsen und Twistetal, Gerhard Schaller und Günther Hartmann, in diversen Chören und sei mit Schwarz ein weiterer Politiker aus Arolsen musikalisch ausgebildet.

So lange musizieren sie 

Mit der blauen Ehrennadel, der höchsten Auszeichnung des Evangelischen Posaunendienstes in Deutschland, wurde Wilhelm Hollenstein für 68 Jahre Musizieren im Posaunenchor durch den Landesposaunenwart Andreas Jahn geehrt. Die gleiche Auszeichnung bekommt der erkrankte Horst Nolte nachgereicht: 60 Jahre bläst er im Posaunenchor Landau, den er 55 Jahre, zum Teil mit Sohn Lars, geleitet hat.

 Gold gab es für Wilhelm Jäger (50 Jahre), Bernd Schäfer (40), Gerd Schäfer (40), Werner Schäfer (40), Heinrich Viering (40), Friedrich Küthe (35), Kornelia Buderus (35), Michael Menkel (35, vier Jahre Leiter Übungsstunden), Wilhelm Bornemann (30), Gaby Vogel (30), Lars Nolte (30 und 25 Jahre Chorleiter). Ehrennadel in Silber: Franziska Buderus (20), Steffen Brand (15), Max Schäfer (15) und Martin Vogel (zehn Jahre). 

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