Anstoß für Elektromobilität durch Arbeitsgruppe "Grüne CRS"

So kann Bad Arolser Schule Strom machen

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Ziel ist die E-Mobilität. (von links) Lars Mikloweit, Werner Sostmann, Matthias Wangelin, Dr. Christina Grebe, Dr. Jürgen Römer, Jan-Erik Stöckel, Ralf Hachmeyer, Dana Paschke, Fabian Wiegand, Patrique Fischer (halb verdeckt), Franziska Fritz, Daria Gräbe und verdeckt Wolfgang Fromm.

Bad Arolsen. Gibt es demnächst Strom-Lieferverträge mit der Christian-Rauch-Schule Bad Arolsen? 

Solarstrom vom Dach der Christian-Rauch-Schule, der in zehn Ladestationen für Elektroautos und zum Verbrauch in der Schule genutzt wird: Dieses von der Arbeitsgruppe „Grüne CRS“ verfolgte Ziel scheint in greifbarer Nähe zu sein. 

Das wird gerade unternommen

Beim zweiten Informationstag skizzierten Experten des Kreises, der Energie Waldeck-Frankenberg, der Uni Kassel und vom Bürgerforum Energieland Hessen, wie das Vorhaben verwirklicht werden kann. Momentan läuft eine vom Landkreis in Auftrag gegeben Machbarkeitsstudie, auch die Stadt Bad Arolsen ist daran nach Auskunft von Dr. Jürgen Römer (Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung beim Landkreis) beteiligt. 

Dabei geht es um Verkehrsströme, den Bedarf und Stimmen aus der Bevölkerung. Eine Umfrage zum Thema läuft noch bis Ende Juni. Das Bundesverkehrsministerium finanziert die Studie zum Ausbau der Elektromobilität, an der sieben nordhessische Landkreise beteiligt sind.

Dann liegen Ergebnisse vor

 In der ersten Sommerferienwoche wird das Ergebnis der Machbarkeitsstudie in Bad Arolsen erwartet, wie der in der Projektgruppe der CRS engagierte Lehrer Werner Sostmann berichtete. Sieben Firmen sind bereits angeschrieben worden. Bei der Studie geht es unter anderem um die Statik und den Brandschutz. 

Schließlich wird noch geklärt, ob von Dächern oder Solar-Carports auf dem Schülerparkplatz Strom geliefert werden soll. Zwei Betreibermodelle werden betrachtet: Zum einen die Beauftragung eines privaten Investors und Betreibers, der die Dachflächen pachten würde. Favorisiert wird jedoch ein eigenes Betreibermodell. Zu klären wäre dann auch die Finanzierung, wobei aus dem Verkauf von Strom Erlöse erzielt werden. Eltern, Lehrer und Schüler wären dann eingebunden. 

Wer fährt Elektroauto?

Sostmann räumte ein, dass viele Informationen eingeholt werden müssen, die von dem Bau über die Finanzierung bis zum Betrieb reichen. Von den 80 Lehrern pendeln 40 bis in den Kasseler Raum; Potenzial wäre vorhanden. Auch die Zustimmung zu Stromautos ist laut Umfrage des Arbeitskreises der CRS mit drei Viertel der Lehrerschaft recht groß. 

Dennoch müsse „missioniert“ werden, sagte Sostmann. Das Interesse an dem Thema hielt sich bei der Präsentation am Donnerstag in Grenzen.

Interesse nimmt zu

 Indessen machte Dipl.-Ing. Ralf Hachmeyer von der EWF deutlich, dass das Interesse an E-Mobilen zunehmen werde, auch wenn derzeit im Landkreis gerade 106 Stromautos gemeldet seien und die EWF-Ladestationen sich nicht lohnten. Beeindruckt von dem Engagement äußerten sich Dr. Christina Grebe von der Uni Kassel und Matthias Wangelin vom Bürgerforum Energieland Hessen – sie alle wollen das Projekt unterstützen. 

Begeistert von dem Vorhaben äußerte sich Wolfgang Fromm vom Elternbeirat. So sei das Projekt für die Schüler lehrreich. Zweifel an der ausreichenden Resonanz auf das Solarstrom-Angebot hegt der technikbegeisterte Elternvertreter nicht: Als 1914 die Edertalsperre mit den eingebauten Stromturbinen in Betrieb genommen worden sei, habe es kaum Bedarf gegeben. Doch dann sei die Nutzung der Elektrizität unter anderem in der Landwirtschaft doch merklich gestiegen. 

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