Informationsabend zu Förderprogrammen in Bad Arolsen

So können die Bürger an der Entwicklung in den Stadtteilen mitwirken

Ortskern Volkhardinghausen: Die Bürger befassen sich mit dem Thema Dorfentwicklung. Foto: Armin Haß

 Mengeringhausen. „Die Dorfentwicklung lebt von der Beteiligung der Bürger“, rief Stefanie Koch vom Planungsbüro Bioline Dalwigksthal den rund 120 Teilnehmern an der Informationsveranstaltung in der Stadthalle Mengeringhausen zu.

Das Programm biete mit dem Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept (IKEK) eine „gute Chance die Ortsteile nach vorne zu bringen“, sagte Bürgermeister Jürgen van der Horst. Neben den Möglichkeiten auf kommunaler Ebene sei es das attraktivste Programm für private Projekte in Braunsen, Bühle, Landau, Mengeringhausen, Neu-Berich, Schmillinghausen und Volkhardinghausen.

Wie werden Dörfer gefördert?

Anders als bei früheren Dorferneuerungsprogrammen gilt es nach den Worten von Bioline-Chef Bernd Wecker nicht um das Aufstellen von Wunschlisten mit einzelnen öffentlichen Vorhaben aus einem Ort, sondern um die gemeinsame Entwicklung einer überörtlichen Strategie zur Entwicklung der Orte, die in einem kleinen Buch bis zum Jahresende ausführlich dargestellt, öffentlich erklärt und von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wird .

Den „kommunalen Handlungsrahmen“ bezifferte Wecker mit voraussichtlich 600 000 Euro netto. Je die Hälfte fließt in Planung, Konzepte und Beratung sowie in die Kleinprojekte. Dabei soll die Infrastruktur der Orte insgesamt hinsichtlich ihrer überörtlichen Bedeutung betrachtet werden.

Das ist die Strategie

Das Zusammenwirken von mehreren Orten, von Gruppen und (Bürger)vereinen wie etwa derzeit in Volkhardinghausen wird besonders gefördert. für einzelne Projekte müssen sich die Orte einem landesweiten Wettbewerb stellen.

Los ging die Bürgerbeteiligung am Donnerstag mit einer ersten Bewertung der Infrastruktur in den Stadtteilen und der Dokumentation von Wünschen und Verbesserungsvorschlägen.

Wo  finde ich Termine?

Neben Ortsrundgängen sind Arbeitstreffen  in Teilräumen, begleitet durch eine Steuerungsgruppe zum IKEK-Prozess, in den nächsten Monaten geplant. Darin soll auch die Jugend einbezogen werden.

Alle Bürger sind aufgerufen, sich an dem Entwicklungsprozess zu beteiligen. Sie können sich unter anderem an die Ortsvorsteher wenden. Die Ergebnisse der laufenden Beratungen zur Entwicklung einer Leitlinie für kommunale Entscheidungen und Rundgänge werden im Internet unter www. de-bad-arolsen.de dokumentiert. Dort sowie in der Waldeckischen Landeszeitung sind auch aktuelle Termine zu finden.

Wie wird noch gefördert?

Das ist hessenweit einzigartig: Die Stadt Bad Arolsen kann derzeit bei der Entwicklung der Großgemeinde auf mehrere Förderprogramme zugreifen: Stadtumbau, LEADER-Schwerpunktregion oder Kommunales Investitionsprogramm ermöglichen es nach den Worten von Bürgermeister Jürgen van der Horst, eine Fülle von Projekten zu realisieren, angefangen von der Sanierung und dem Ausbau von Kindergärten über die Entwicklung der Kernstadt mit diversen Schlüsselprojekten auf dem alten Lahrmann-Gelände oder zwischen Krankenhaus und Diakonissenhaus bis hin zur touristischen Infrastruktur am Twistesee. 

Mit der Aufnahme der Stadt in das Programm zur Dorfentwicklung 2017 bekommen erstmals sieben Orten auf einmal die Gelegenheit, zusammen an einem gemeinsamen Entwicklungskonzept zu arbeiten.

Wie ist die Lage?

 „Bad Arolsen steht gut da!“ erklärte Stefanie Koch vom Planungsbüro Bioline im Hinblick auf die stabile Einwohnerzahl, die nach einem stärkeren Rückgang ab 2000 durch Geburten und Zuzüge positiv beeinflusst , aber auch durch eine Zunahme des Anteils der über 66-Jährigen an der Gesamtbevölkerung geprägt wird. 

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